Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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Fanatismus und wilder Sinn, Einzelkampf faſt überall, mehr Kampf der Muskelkraft als des zerſtörenden Gewehrs, ſo tobte die Schlacht hinüber, herüber, ohne Entſcheidung. Gelbes Geſindel würgte mit langen Meſſern unter den Verwundeten da, wo der Kampf ſich wegzog; abgeſendet von dem Prinzen, eilte mit leichten Reitern Robert her⸗ bei, die Gräuel zu verhindern; doch als er kehrte, den edlen Alexius ſuchend, wehe! da hatte ſich übel das Schauſpiel geändert. Von einem eben angelangten Baſſa mit neuen Truppen abgeſchnitten, kämpfte der kaiſerliche Prinz in einem Speer⸗ und Säbelgedräng von wenigen Braven umringt und geſchützt. Der Augenblick war hier ein Menſchenalter werth; Itzouer Huſaren, mir nach! rief Leuen. Nicht auf den Prinzen zu, gerade auf den Baſſa ein, den ſein demantengeſchmückter Turban und die drei Roßſchweife dicht hinter ihm verriethen, ſtürmte wie ein niederwerfender Samum der deutſche Ritter, die Blauen ihm nach. Alles wandte die Schwerter auf ſie, Alexius bekam Raum, er wand ſich los, ſein Ruf rief Alles auf dieſen Platz, die Türken wurden geworfen, Alles floh im bunten Gedränge, aber auf dem blutigen Platze lag mit vier ſchweren Wunden der edle Herr von Leuen, über ihn gebeugt der Feldherr, ihn für den Mann des Tages erklärend, mit ſeinen Orden ihn behängend und ihm ewige Dankbarkeit gelobend.

Auch die trauerndè, getrennte, verlaſſene Liebe hat einen Troſt, der neben ihr ſteht, ein weißbefiederter Engel, der ſie mit fernhertönenden, holden Wiegenliedern einlullt und mit Träumen vergnügt, ſein Name iſt Erinnerung.