Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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Weil ſie muß, weil Prinzeß Roſalie mit Bitten und Befehlen der Freundſchaft ſie zwingt! antwortete Guido. Aber warum befeindet Euer Wort die, welche Ihr nicht kennt, und die, wenn Ihr ſie auch nur ſahet, Euch Achtung lehren mußte durch die reine Herrlichkeit ihres Anblicks?

Wir werden ja ſehen, ſagte Robert wie zu der Jung⸗ frau, und drückte ſanft die Holde an ſein Herz. Wie im Schmerz ſchmiegte dieſe ſich an des Mannes breite Bruſt. So lagen ſie eine lange Zeit.

Guido! ſprach dann ſanft der Mann. Du mußt mir mehr erzählen. Robert und Amanda werden Dich immer gern ſehen. Jttzt iſt die Nacht gekommen, leb' wohl bis morgen.

Amanda reichte dem Sänger die Hand, er ſah ernſt in die thränenſchweren Augen, und ſein Saitenſpiel klang noch lange leiſe in den Geſträuchen, die den Meierhof umgaben.

Prinz Alexius hielt hoch auf einem grünen Hügel, von ſeinem glänzenden Generalſtabe umgeben, die weite

Ebene des Orients überſchauend. Sein Tatarſchimmel

ſtampfte ungeduldig das bethaute Gras, ſein wolkiger Reiherbuſch war geröthet vom ſchönen Morgenroth, ſtill ſchaute er hinab in die weite Fläche, wo ſeiner Reußen Heer in dunkler Linie ſtand, ein gewaltiger Koloß, die belebende Seele des Befehlswortes erwartend, um zu zer⸗ malmen. Gegenüber ſchimmerte das bunte Türkenheer in getheilten Maſſen; Roßſchweife, Standarten und gol⸗ dene Monde ragten hervor; der Spahis leichte Haufen waren voran und fochten gewandt mit den ſpeergewohnten