breit wie Bierfäſſer, man könnte mit ihnen das Leuen⸗ roder Burgthor ſtopfen; wäre es um die Weihnachtszeit, wollte ich ſchwören bei meinem lahmen Knie, ſie hätten mit ihren grunzenden Vierfüßlern auf der Eichelmaſt geſeſſen, und in ihren blauen ſpaniſchen Wämmſern mit den grasgrünen Feldbinden ſieht der Trupp einem dunk⸗ len Kohlfelde gleich, zwiſchen dem der Bettlerſalat durch⸗ wuchert.—
Doch wer vom Rathe iſt dabei? fragte der Herzog ungeduldig, über des Ritters Schultern hinwegſchauend.
Ein wohlerleſenes Kleeblatt ſchwarzer Herren, gefolgt von einem Häuflein Schreiber und Stadtknechte, ant⸗ wortete Salder. Doch ſcheinen alle federleicht, ich ſehe Keinen von ihnen unter einer Kiſte oder unter gewichtigen Seckeln keuchen. Der ritterliche Hagen geht voran, der ſeine Ahnherren gar närriſcher Weiſe in der Niebelun⸗ germähr zu finden vermeint; zum Zweiten ſteiget bergauf der junge Eiſenkopf, der Robert von Edingerode, den ich noch nie Ja ſprechen hörte, und deſſen wortarmes Häuptlein ſich in ewigem Widerſpruch das unwillkürliche Schütteln angewöhnt; und zum Dritten kommt gar Herr Lüdeke von der Heide, der jeden Disput gewann, weil er Alle, die nicht beim Beginnen ſeiner Alldieweil und Wenn und Aber die Flucht ergriffen, in unbezwinglichen Schlaf zu raiſonniren verſteht. Warum habt Ihr Euren Hausnarren zu Wolfenbüttel gelaſſen, edler Herr? denn gegen ſolches Kleeblatt werden wir im Schweiß fechten und ohne Sieg. Eine Attake auf ein Sarazenenrudel müßte uns lieber ſein.—
Der Conſul nicht dabei? nicht der Proconſul? fuhr der Herzog auf. Liſtig ſind ſie, aber die Fuchsklugheit ſoll ihnen zu nichts helfen.—


