Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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Kriegshelden geachtet zu ſein, und als ſeine magdigliche Freundin geachtet zu werden vor Volk und Welt. Ich habe ein Vöglein ſingen hören in einer Melodei, die mir nicht gefiel; und um die Ehre der Ahnen meinen Söhnen zu bewahren, knüpfte ich Euch an meines Streitroſſes Schweif, und Ihr ſollt nicht früher wieder hauſen in meinen Schlöſſern als freie Landesmutter, bis ich dieſen flachshaarigen Albrecht unter den Hufen meiner Roſſe liegen geſehen. Auch mit dem Schaumburger wechſelt Ihr Briefe und Boten. Glaubt mir, Pttel, bei den elftauſend Reinen! müßte ich in der ungebetenen Frie⸗ denspredigerin die Geſellin meiner Widerſacher erkennen, ich würde vergeſſen, daß Ihr eine Mutter künftiger Her⸗ zoge ſeid, und der grauſe Märtyrertod jener heiligen Jungfrauen ſollte Euch ohne Gnade treffen als eine Un⸗ heilige und unreine Sünderin.—

Bebend verſtummte die fürſtliche Frau und verhüllte die weinenden Augen in ihr Geſpinſt; der alte Ritter mit dem Krückſtock ſtieß jedoch raſch das Fenſter auf und rief: Sie kommen, Gnaden! Ein ſtattlicher Zug, nur der Hanswurſt fehlt zur Karnevalsquadrille. Voran ein Herold mit einem rieſigen Kleeblatt auf dem weißen Ueberwurf; der Burſche ſieht ſo breit aus wie ein ziſchender Gänſerich, den ein guter Haushund anbellt, und trägt ſeinen langen weißen Stab wie ein Hirt, der nach den Schafen werfen will. Ihm nach treten mit einem Trommler und Trompeter an der Spitze ſechs rüſtige Hellebardierer, jedoch ehrfurchtsvoll die Eiſen der langen Barden gegen die Erde gekehrt; uns zum Spott ſcheint man die Kerle aus der ganzen Miliz ausgekieſet zu haben: ſie ſollen uns Zeugniß bringen von der Wohl⸗ habenheit und dem Phlegma der Stadt, denn Alle ſind