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freundlich Auge hätte mir eine liebe Neigung geſtanden und Du ſehnteſt Dich, wie ich, nach einem einſamen Stündlein?—
Ueberraſcht und mit unwilligem Geſichte blickte ihn das Mädchen an und machte ſeinen Arm los von ihrer Hüfte. Träumt Ihr, Junkerchen? fragte ſie ſpöttiſch. Sah ich freundlich aus, ſo geſchah's doch ſicher nur aus Verluſtirung an Eurem närriſchen Geſchwätz von Mond⸗ ſchein und Minneluſt. Freiet um mich; der Weg zum Vater ſteht jedem Ehrlichen offen; und wollt Ihr mich wirklich zur Edeldame machen, ſo beſinne ich mich viel⸗ leicht nicht lange, denn Sammtkleid und Spitzenkragen würden mir gut ſtehen, und dergleichen wird nicht täg⸗ lich einer niedern Magd geboten.—
Schelmin! erwiderte der Junker Volko, Du weiſeſt mich mit dem Scherz nicht ab. Dein Einwurf paßt nicht zu Deiner Klugheit, Der alte Fiſchmeiſter iſt ge⸗ ſtorben am Judenteich; biſt Du mir gut, ſo bekömmt Dein Vater den einträglichen Dienſt; ja willſt Du mehr, ſetze ich euch auf mein Gut zu Nordgoltern; aller Ar⸗ beit ſollſt Du dort quitt ſein, und nichts zu thun haben, als an mich zu denken und mich lieb zu haben. Mein Väterchen ſchlägt dem einzigen Erbträger nichts ab, wenn ich bitten will. Schlag' ein, Mädel! Ich ſah keine Jung⸗ frau in Stadt und Land, die ſchön genug wäre, Dir das Waſſer zu reichen. Mach' dieſe Stunde zu meiner Glücksnacht, denn ich laſſe nicht ab von Dir, und ſollte
vich ein Raubritter werden Deinetwegen. Und einen Kuß
muß ich als Aufgeld haben, wenn Du ſchweigſt, und will in ihm ſchon ſchmecken, wie mein Antrag Deinem Herzchen zuſagt.—
Gewaltſam umfing er die Dirne, die ihre Körper⸗


