Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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ſtärke nicht in ganzem Maße anzuwenden wagte, weil die Furcht um den Geliebten ſie betäubte. Da ſie aber das Stroh raſcheln hörte, warf ſie den Edelknecht doch zur Seite, ſo daß ſein begieriger Mund nur ihren Na⸗ cken traf, und zur Pforte eilend, rief ſie mit Haſt: Seid Ihr denn taub, und hört nicht, wie man Lärm bläſet draußen vom Felde her?

Und nicht Vorwand war das Wort; ihr geübtes Ohr hatte zu rechter Zeit das Kriegsſignal vernommen. Schon ſteckte der Knecht, welcher vor der Hütte die Pferde hielt, den Kopf in die Thürſpalte und ſchrie: Rottmeiſter, in den Sattel! der Rainer ſtößt ins Horn über dem Alten⸗ ſchen Grenzpfahle! Und auch der ſchwarzbärtige Roth⸗ ger ſtolperte aus der Kammer herein. Vivat! brüllte er. Gewiß haben ſie den Hallunken, und die zehn Mark find verdient. Auf, Junker! daß wir Eurem Vater die Freude machen, Euren erſten Streifzug mit des Herzogs Gunſt gekrönt zu ſehen. Valet, Mühmchen! Haben wir ihn, ſo ſchenke ich Dir für Deinen Trunk einen Harz⸗ gülden zu einem Feſtbändlein.

Alle ſtürmten jetzt hinaus, und Febronia folgte und horchte, bis ihre Schatten über den Aeckern verſchwunden waren, und man vom Geklirre ihrer Panzerketten nichts mehr vernahm; dann flog ſie zurück, riß die Streu auseinander, half dem bleichen, aber gar heißen Buhlen vom Boden auf und zog ihn im Laufe hinaus über das Gehöft zum Strom. Beide ſprangen in das Boot, und ſie löſete es, ſtieß ab und lenkte es ſchnell hinüber durch die rauſchende Flut bis zu einem Flatze, der ſich zum Landen eignete.

Fort! Schnell und mit Fürſicht! flüſterte ſie, ihm einen feſten Kuß auf den kalten Mund drückend. Halte