Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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verrathen, daß der ſaubere Vogel heute oder morgen wiederum ausfliegen würde; ich ſelbſt habe das aus den Dummelköpfen herausgepreßt bei einem guten Trunk im Moſthauſe, und möchte nun auch gern das Handgeld vor Andern verdienen. Aber ſchon eine Stunde reiten wir zwiſchen Schloß und Mordmühle, und halten alle Schluchten beſetzt, doch der blaue Hecht will nicht kom⸗ men.

Das Blut ſchwoll hoch auf in Febroniens Herzen, und ſie fühlte am Zucken im Stroh unter ſich, daß auch dem Geliebten die Rede durch die Glieder gefahren. Sich zuſammennehmend, verneinte ſie jedoch, irgend ei⸗ nen Wandersmann auf dem Fußpfade der freien Wiſch geſehen zu haben, und forderte den Ohm auf, zum Va⸗ ter hineinzugehen, denn ſie höre ihn wach, und er habe gewiß des Vettermannes Stimme erkannt.

Kaum verſchwand der Kriegsknecht in der Kammer⸗ thür, ſo ward der Junker mit Einemmal gar rührig, ſtreckte beide Hände nach dem Mädchen aus und machte Anſtalt, neben ihr auf dem Strohbett Platz zu nehmen.

Zu rechter Zeit aufſpringend, hinderte ihn Febronia und eilte zum Herde, die düſter brennende Lampe auf⸗ zufriſchen. Der Junker folgte ihr und legte dreiſt ſeinen Arm um ihren üppigen Wuchs.

Warum fliehſt Du mich, trautes Mädchen? ſagte er zärtlich. Warum auch jetzt, da wir endlich einmal allein ſind, und Du doch weißt, wie lange und herzinniglich ich Dir zugethan bin? War es nicht Pein genug, wenn ich zu euch kam ſo oft an den Fluß und Deiner Angel nachſah, daß der ſtrenge Vater nicht ging und wich 2 Und wie lange ſchon kamſt Du nicht mehr auf das Schloß mit Deinem Fiſchkäſtchen? Dachte ich doch, Dein