Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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erfreuet mich gar ſehr, ſagte er lächelnd. Haben die Löwen auch ſcharfe Klauen, der Fuchs weiß ſeine Wege zu finden und ſie blind zu machen. Wir vom hohen Rath können wenig Gefallen an dem Unfuge im Lande finden, und auf des Kaiſers Spruch geſtützt, ſtellen wir uns zu der gerechten Sache, und helfen nach unſerer Weiſe klüglich, um der drückenden Fehde ein Ende zu machen. Als ich vor vier Wochen auf ſechs Tage von Dir ſchied, ging mein Weg nach der Stadt Lüneburg, und was der wackere Herr Conſul dort, van der Molen nennt ſich der anſehnliche Mann, bei Leſung meines Schreibens von ſich ſtieß, ließ mich den Inhalt errathen. Die Städte haben gemeine Sache gemacht und wollen ſächſiſch werden, ſobald ſie nur die rechte Zeit treffen können. Mein zweiter Botenweg war zu den ſächſiſchen Herzögen, die an der Luhe ſtehen mit einem ſtattlichen Heer, und heute trage ich einen Brief ins Biſchofsland nach Stadt Elze, wo einer der Ritter des Schaumbur⸗ gers wartet, ihn mir abzunehmen. Unſer Herr von Hagen ging vor der Sendung des Briefes noch nach Leuenrode hinauf. Vorgeſtern mußte ich ſelbſt ihn hin⸗ geleiten; und da ich meine, mir ſei die Naſe im Raths⸗ dienſt fein genug geworden, ſo möchte ich darauf ſchwö⸗ ren, die Frau Herzogin ſei auf unſerer Seite und wiſſe um meine Poſt, denn ſie tauſchte hinter dem Rücken der Andern gar beſondere Blicke mit dem Herrn von Hagen vaus. Weil des Magnus Reiter aber jetzt bis nach Pattenſen hinaufſtreifen zur Vorwacht, ſo ließ ich Dir ſagen durch die Milchfrau, Deinen Kahn bereit zu hal⸗ ten, denn am andern Leinufer ſucht mich Niemand, und die biſchöfliche Mark iſt dort ſchneller erreicht.

Und wenn man Dich doch erwiſchte und fände die