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gedämpfter Stimme; denn was kümmern uns die Hän⸗ del der Fürnehmen und Gewaltigen? Fern von einander ſchleicht die Zeit wie die ſchwarze Schnecke im Buch⸗ walde, bei einander läuft ſo ein Halbſtündchen ſchnell wie ein Taubenhabicht um den Hausgiebel ſchießt. Es iſt eine ſchwere Zeit, und darum ſpricht Jedermann nur von dem, was außen geſchieht, und vergißt, was im Hauſe Noth thut. Hängt doch an dem Morgen velleicht des Bürgers ganzes Glück, und Niemanden kann man die ängſtliche Neugier darum verdenken. Schon erzählte ich Dir von dem Streite der ſächſiſchen Prinzen und des Braunſchweiger Herrn um das Lüneburger Land, das erblos geworden ſeit des alten Herrn Wilhelms Tode. Der Magnus ward von ſeinem ſeligen Herrn Vetter zum Erben eingeſetzt; die ſächſiſchen aber ſind Herrn Wilhelms Töchter⸗ kinder, darum von Gottes und Rechts wegen die ächten Erben, und des Kaiſers Majeſtät iſt auf ihrer Seite und hat den Herzog Magnus zur Ruhe verwieſen, und als er nicht Frieden hielt, die Reichsacht auf ihn geworfen. Aber was hilft ſo ein Kaiſerwort, wenn nicht die Hand mit dem Eiſenſtabe dabei iſt! Unſer hoher Rath verſteht ſo ein Ding beſſer, wenn er einem Stadtſchuldner die Pfändung zuerkennt. Deh Magnus macht ſich deßhalb auch nichts daraus, und ſein Eigenſinn hat den Krieg in das Land gezogen, zu dem leider auch unſere gute Stadt gehört.—
Aber ich meinte doch, die da aus dem Heidenlande, die Mecklenburger, hätten ihn zu Paaren getrieben, fiel das horchende Mädchen ein; der Mordmüller erzählte es dem Vater, und ihm hatte es der Schmied aus Patten⸗ ſen für gewiß verſichert.—
Was hilft ſo eine Schlägerei! ſeufzte Florian. In


