inbrünſtig, daß der Himmel den Frieden ſchicke, oder wenigſtens Deinem Häuschen einen Engel mit dem Flam⸗ menſchwert zutheile, der Dich bewache, wenn die wüſten Kriegsrotten hier vorüberziehen.—
Zage nicht, Du guter Menſch! antwortete die Fiſche⸗ rin recht herzlich auf ſeine warme Rede: die Armuth ſchützt uns; die Reiſigen ſuchen Gold und Schmuck und keine Fiſchgräten; ihre Habſucht macht ihnen mein Häus⸗ chen unſichtbar. Aber ſchweige und weile etwas weni⸗ ges, damit ich drinnen zuſchaue, ob der Vater uns ſchon gehört.—
Sie drückte ihm die Hand und ſchlüpfte in die nie⸗ dere Thür; doch bald kam ſie zurück und leitete ihn vorſichtig hinein, und ſie ſetzten ſich am Herde nieder, auf dem ein kleines Feuer loderte, und auf deſſen Rand ſie die angezündete Lampe geſtellt hatte. Vater iſt über ſeiner Pein eingeſchlafen, flüſterte ſie, und nun erzäble, was in der Stadt geſchieht, und von den gefährlichen Dienſten, die Du treibſt. Es ſind vier Tage, daß Du nicht herauskameſt, und hätteſt Du heute früh durch die Milchfrau nicht Botſchaft geſchickt, wäre ich morgen mit dem Fiſchkorbe vor Dein Haus gekommen und hätte ſelbſt nachge⸗ fragt, ob der Florian noch nach der Febronia fragte.—
Sie nahm bei dem Geſchwätz ein halb vollendet Fi⸗ ſchernetz zur Hand, ſteckte die weißen Stäbchen in die Maſchen, und fing emſig an mit flinken Fingern die Knoten und Ringel zu vervielfältigen. Der Stadtdiener aber ſchob ſeinen Schemel dichter zu ihr hin, ſo daß ſeine Knie die des Mädchens berührten, ſah ihr freund⸗ lich in das blühende Geſicht, und machte ſich bereit, ihre Wünſche zu erfüllen.—
Koſen ſollten wir und nicht erzählen, ſprach er mit
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