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durchtraben, um nachzuforſchen, ob keine feindlichen Streifer der Arriergarde gefährlich werden könnten. Er ſelbſt hielt unter einem Laubgewölbe mit ſeiner Leib⸗ ſchwadron, und ließ ſie abſitzen und ſich erquicken. Auch der Bosniak wollte vom Sattel ſteigen, doch der Oberſt ſelbſt verhinderte ihn daran; er ritt mit ihm abſeits zu einer lichten Stelle des Holzes, und verlangte laut von ihm, daß er ihm die Namen der Dorfſchaften und Schlöſſer nennen möchte, die man rundum aus dem Getreidefeldern ſich erheben ſah. Verwundert ſah der feindliche Mann ihn an; aber ſein Erſtaunen wuchs, als der Jüngling jetzt ſeinen Goldfuchs dicht zu ihm lenkte, und ſeine Rechte ſanft drückend auf die Linke legte, mit welcher der Muſelmann den Zügel hielt.
Osmanli! ſprach er zugleich mit angehaltener und milder Stimme, Du biſt ein junger, tapferer Degen; wäre Dein Stahl nicht zerſprungen an meinem guten Helmkamme, ſo hätteſt du mir vielleicht obgeſiegt, und ich hätte Dein Gefangener werden mögen. Die Tapfern
ſind ſich freundlich verwandt in allen Weltgegenden. Trotz dem Blutdurſte meiner Waffenbrüder gelang mir's geſtern, Dein Leben zu retten, Mailat Ibrahim; ich möchte nicht immer Dir Wort halten können, wenn ich wund läge, oder gar ein geübter Scythe mich nieder⸗ ſchöſſe. Drum laſſe ich Dich los aus der Haft, ſo lange es noch in meiner Macht ſteht. Wir ſind die letzten im Zuge; Du kennſt die Gegend; ſprenge ſchnell hinab auf dieſem ſchmalen Fußpfade, wo Dir Keiner der Meinigen begegnen wird.—
Mailat ſchaute dem Edeln mit Freude in das Hel⸗ denauge, mit einem Ausdrucke, als zweifle er an ſei⸗ nem guten Gehör. Dann beſann er ſich, und ſchlug


