Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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ſeine Rechte feſt um den Eiſenhandſchuh des Reiterober⸗ ſten. Chriſt, ſagte er herzig, Du verdienteſt ein Mu⸗ ſelmann zu ſein, denn unter Soleimans Baſſen iſt kei⸗ ner tapferer und edelmüthiger.—

Fort, ehe meine Hauptleute kehren! rief Michael. Gedenke meiner! Und willſt Du vergelten, ſo ſchone die Deutſchen, welche das Schlachtenſchickſal gefangen in Deine Hände gibt.— Der Türke nickte mit dem ſchö⸗ nen Kopfe, warf ſein Pferd herum, ſchnalzte mit der Zunge und wie ein Windſtoß ſchnell flog das ſchmale Thier über die Baumwurzeln und das Geſtein, und war in wenigen Sekunden mit dem Herrn verſchwunden. Ei⸗ nige der Panzerreiter ſprangen vom Boden auf, und liefen zu ihren Gäulen; aber der Obriſt gebot ihnen Ruhe; Alle waren ſo gewohnt, den Willen ihres jungen Führers zu ehren, daß auch nicht ein Mund ſein Er⸗ ſtaunen in Worte und Fragen umſetzte.

Und nicht Zeit wäre auch dazu geblieben, denn we⸗ nige Minuten danach hörte man vor ſich im Holze klin⸗ genden Waffenlärm, und von den alten Baumſtämmen gebrochen, mancherlei Streitrufe und Commandoworte. Schüſſe fielen dicht nach einander, und der Oberſt Katzia⸗ ner ließ ſchnell durch ſeinen Trompeter die zerſtreuten Schwadronen aus dem Walde zurückcommandiren, zog das lange Schwert, und ſprengte der Erſte vor ſeinem Regimente dem Getümmel zu.

Der Aufbruch der Chriſten von der alten Lagerſtelle war dem Mahomet⸗Beg nicht unverrathen geblieben. Wenn er auch den gefaßten Kriegsplan nicht aus den Augen verlor, wenn er auch den erhaltenen Befehlen ſeines Sultans, für die ſein Kopf bürgte, nicht unge⸗ horſam wurde, ſo ergriff er in grauſamer Luſt dennoch