Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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der Chriſt dem ſchlechten Muſter der Heiden folgen? Soll der deutſche Ritter ſeinen Adelſpiegel ſuchen bei dem arabiſchen Raubgeſindel? Dieſer Bosniak iſt mein Gefangener; mein Schwert hat ihn entwaffnet, meine Schwarzen haben ihn eingebracht. Er hat mein Ritter⸗ wort für ſein Leben, und wo iſt der Mann in ganz Oeſterreich, der ſagen könnte, Michael Katzianer habe jemals von ſeinem Worte ein Titelchen unerfüllt gelaſſen2 Wer meiner Ehre ſolchen Flecken anhängen möchte, müßte zuvor den Michael zum Leichname machen. Mag Herr Wakiſch Paul mit ſeinem ungariſchen Schwure es hal⸗ ten, wie er will; ſein ſind die Vier; mein iſt der Einez dieſer ſteht hinter meinem Schilde; ich werde ihn zu ſchirmen wiſſen, und drängten alle Speere Eurer Böh⸗ men auf mich ein. Mit ſtarker Hand faßte er die Rechte des bosniſchen Kriegers; er riß ihn mit ſich hin⸗ aus aus dem Zelte, und Niemand wagte ihn zu hindern.

Graf Schlick wandte ſich erbost zu dem Feldherrn. Und Ihr duldet ſolches vom eigenen Sohne, Herr von Katzenſtein? fragte er heftig; duldet das in Gegen⸗ wart der Generale Eures Heeres?

Der alte Katzenſteiner hatte mit ſcharfen Blicken der Scene zugeſchaut, und man ſah, daß nicht der Unwille vorwaltete in ſeiner Seele. Wer den Feind fing, dem iſt er eigen; antwortete er ernſt. Findet Ihr darin etwas Unrechtes und Außergewöhnliches? Und ich meine, ein Katzenſteiner darf immer ſeinen eigenen Weg gehen in des Königs Dienſten; das Kaiſerhaus hat bis jetzt nicht Schaden gehabt dabei.

Und wer dem Feinde alſo Wort hält, dem darf der Freund vertrauen! ſetzte der Graf von Ladron halblaut hinzu, als ſpräche er mit ſich ſelbſt. Der Böhmen⸗