SMdkten————— ————
24
General warf feindſelige Blicke links und rechts auf ſeine beiden Nachbaren, winkte grimmig dem Oberſt der Hu⸗ ſaren zu und die Gefangenen wurden vor das Gezelt geſchleift und niedergeſtoßen.
Der Kriegsrath, welcher darauf gehalten, artete in einen heftigen Wortkrieg der Meinungen aus. Der Ober⸗ feldherr wollte kein großes Gewicht auf die Ausſagen der Gefangenen legen; er beſtand feſt auf ſeinem Vor⸗ ſatze, Eſſegg zu nehmen, und dem Könige Ferdinand das gegebene Verſprechen zu halten. Wäre die jetzige Lagerſtatt nicht der rechte Platz dazu, ſo ſei ein anderer zu ſuchen.
Daß der Feind ſich nicht herauswagt in das Blach⸗
feld der Schlacht, zu der das weite Thal den Raum darbeut, ſprach er, iſt ein ſicheres Zeichen ſeiner Schwäche und Furcht. Mein Auge hat ſchon den rechten Fleck er⸗ kundet; der Wald muß umgangen werden; an ſeiner Spitze liegt eine Höhe, der Stadt gleich; von dort ſoll das Geſchütz die Mauern niederſchmettern, und durch die Breſche führt mein Feldherrnſtab Ferdinands Völker zum gewohnten Siege.—
Allen Reſpekt Euerm Glücke und Eurer tapfern Fauſt! entgegnete der Graf von Ladron. Aber hier gilt es nicht, Huſaren in den Feind zu führen mit wildem Halloh, ſondern mit dem Vortheile des Kaiſerhauſes die Sorge zu verbinden für einige zwanzig tauſend brave Solda⸗ ten. Ihr, Herr General⸗Oberſt, habt nur die Reiterei um euch gehabt auf dem Zuge; ich habe das Fußvolk fallen ſehen vor Erſchöpfung, wie die Fliegen im erſten Deremberfroſt. Darum rathe ich, keine Schlacht und


