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die Hände bittend unter einem ſchauerlichen Wehgeheule. Der fünfte, ein blutjunger Menſch, den der farbige Turban mit dem Reiherbuſche und die goldenen Sporen als einen Mann von Stande verkündeten, ſtand uner⸗ ſchüttert, erhob ſtolz den ſchönen Kopf, und ſeine ſchwar⸗ zen Gazellenaugen fuhren wie ſuchend an dem Kreiſe der kaiſerlichen Offiziere hin.
Da trat Oberſt Michael Katzianer hervor und ſtellte ſich raſch zwiſchen die Gefangenen, mit ſeinem Leibe den jungen Türken deckend gegen die Waffen der Huſaren. Mit Verlaub, meine hohen Generale! ſprach er erhitzt, dieſe 3 feindlichen Männer bekamen unſer Ehrenwort als Le⸗ bensverſicherung, wenn ſie frei und wahrhaft beantwor⸗ teten, was ihnen abgefragt würde. Verzeihet, daß ich daran erinnere und eurer Vergeßlichkeit zu Hülfe komme.—
Bürgeſt Du, daß ſie uns Wahrheit ſagten, fragte der General⸗Oberſt, ſtutzig ob des kecken Benehmens des Sohnes.—
Der Erfolg wird es lehren; bis dahin müſſen ſie verwahrt werden, antwortete Michael.—
Müſſen ſie? entgegnete mit Spott Graf Albrecht Schlick. Meinet Ihr das ſo feſt, Herr Oberſt der ſchwarzen Reiter? Ich meine das anders. Ungläubigem Heidenvolke ſein Wort zu halten, davon ſteht nichts in unſerer Glaubenslehre, und im Kriegsgebrauch hat ihr Sultan uns das Beiſpiel des Gegentheils hundertfach vorgezeichnet. Hinaus, Herr Wakiſch, mit den Hunden, und thut an ihnen, was befohlen worden!—
Nein! ſage ich, nein! rief mit einer Donnerſtimme
1 der junge Reiteroberſt, und ſeine Geſtalt ſchien rieſen⸗
† lang zu wachſen, als er zornig den Helm auf das Haupt warf und die Hand legte an das lange Schwert. Soll


