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auf der Drau und Donau hinunter zu flößen bis in das ſchwarze Meer, damit ſeinen Landen der deutſche Leichen⸗ duft keine Peſtſeuche einimpfe, und die Majeſtät zu Wien die Begräbnißkoſten von dreißigtauſend wackern Solda⸗ ten erſpare.—
Junker Scipio, wahre Deine Zunge! antwortete Franciscus. Der Feldmarſchall iſt ein braver Degen, aber auch ein grimmiger. Hörte er den Hauptmann ſei⸗ ner Vorwacht alſo murren, möchte morgen das Kriegs⸗ gericht den Plaudermund ſtumm machen für ewig. Der Katzenſteiner folgt ſeiner Ordre. Er ſoll Slavonien rei⸗ nigen von den Turbanträgevn; er ſoll die Uebergänge und Brücken der Drau frei machen für Oeſterreichs Heeresmacht, daß der Weg ſich öffne nach Ofen, um dem Erzfeind, dem Johannes von Japolia, der es wagt, ſich König von Ungarn und Siebenbürgen zu ſchreiben, den Garaus zu ſpielen.—
Der Anſchlag iſt gut, entgegnete Scipio, wäre die Ausführung nur ebenſo. Daß man den Feldzug eröff⸗ nete, ehe denn der wilde Soleiman aus Perſien heran⸗ fliegt, iſt geſcheit; denn er iſt der Krieges⸗ und Sieges⸗ gott dieſer Barbarenhorden, und wo er fehlte, jagten die deutſchen Schwerter immer die Sarazenenbrut; daß man dem Japolia auf den Leib rückt, iſt gut, iſt gerecht; ſoll doch dieſer Abtrünnige, welcher die unbefleckte Krone der tapfern Ungarn, ſich und ſie beſchimpfend, vom Sul⸗ tan zum Lehen nahm, freventlich verwogen geprahlt ha⸗ ben, käme er mit dem Soleiman nach Wien, wie vor acht Jahren, ſo wolle er den Ferdinand mit einer glü⸗ henden Eiſenkrone krönen laſſen, wie er es einſt that mit dem Georg Zecho, dem ungariſchen Bauern⸗Rebell. Aber wer reitet mit einem Hengſte zum Turnier, der


