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5 Was ſtrrſt Du in die Nacht hinaus mit weitaufge⸗ riſſenen Augen, Franciscus? unterbrach Scipio die lange Stille. Gönne dem Leib die Ruhe; lege Dich nieder auf das harte Bett; müſſen doch Deine Gebeine erlahmt ſein vom geſtrigen Scharmützel, bei dem Dein gutes Schwert allein fünfzehn Ungläubige vom Roſſe warf. Laß mich wachen; ward mir doch träge Ruh mit meinen Leuten, ſeit wir auf dem verdammten Fleck liegen und hungern für das Vaterland.—
Meine Knochen ſind todtmüde, erwiderte Steinbrunn, ohne ſeine Stellung zu verändern, aber meine Seele iſt wach und lebendig und in Beſorgniß krank.— Wenn euch ältere, erfahrene Männer die Furcht quält, plauderte der Landenberger fort; wie ſolls denn ſein mit uns, die wir zum erſten Mal im Felde liegen, die Sporen zu verdienen? Da hat man uns in dieſes 63 vertrackte Land hereingeführt, und gegen dieſes barbari⸗ ſche Volk, welches den Krieg führt, als wäre er eine Tigerjagd, aus jedem Strauͤche mit Speer und Pfeil wirft, keine ritterliche Haft kennt, ſondern nur ein hen⸗ keriſches Kopfab, und Naſen und Ohren, die Zierden des Menſchenangeſichts, ſackweiſe nach Hauſe ſendet als jämmerliche Trophäen. Und obendrein kommt nun die⸗ ſer Zug von Copreinitz bis hieher ohne Proviant, ohne Biscoten und Weinſchläuche, durch eine Flur, auf wel⸗ cher das türkiſche Sichelſchwert nicht einen Halm gelaſſen
oder einen Obſtbaum. Allen Reſpekt gegen unſern Ge⸗ neral⸗Feldoberſten! Aber dieſer Mahomet⸗Beg iſt ſchlauer, ₰ als der ehrliche Krainer; er hat Slavonien und das ſchöne Poſſega aufgegeben, hat uns in dieſen Teufels⸗ winkel gelockt, um die ohnmächtigen Hungerleider be⸗ guem zu ſchlachten, und die kopfloſen Leichname dann
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