Teil eines Werkes 
5 (1843)
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geſtöret ſei. Und— Hazzo von Scharf, erzittre, ver⸗ zweifle!— Der Doktor Bombaſtus und Dein Todfeind, Wolf Werner, ſind Einer und Derſelbe.“—

Mit Entſetzen ſahen die Umſtehenden die Wirkung dieſes Briefes bei dem Leſer. Alle Krankheit ſchien ge⸗ wichen; ein blaurother Purpur ſtieg auf die hagern und hohlen Wangen; mit einer Kraft, die an keine Krank⸗ heit erinnerte, ſprang er auf vom Bett, und ſo unge⸗ ſtüm gegen das große Fenſter, daß die Glasſcheiben erklangen, und mehre zerbrochen in den Hof klirrten.

Geburt der Nacht, zweiköpfiges Ungeheuer! Deine Zunge Gift und Skorpionenſtachel! Dein Schweif Räu⸗ berſchwert und Banditenſtilet. O, hätte ich Dich auf einen Schritt Nähe! Du ſollteſt nicht ſtehen mit Deiner Stiergeſtalt vor meinen welken Muskeln und meinen zerbröckelnden Knochen. Fallen ſollteſt Du unter meine Füße, fallen, fallen, oder ich würde meinen Schild ſelbſt zerbrechen, und aufhängen ſeine Scherben am gemein⸗ ſten Schandpfahle. Aber ich räche mich an Deiner Brut, wenn der alte Wolf dem Eiſen entwiſcht iſt.—

Hinaus! brüllte er jetzt zum Hofe hinab. Hinaus auf die Straßen, wer mir Gehorſam ſchwur! Suchet den Doktor; ſuchet den Werner in Moor und Buſch! Wer mir ihn todt bringt, bekommt hundert Dukaten, wer ihn lebendig liefert, fünfhundert!—

Erſchöpft ſank er in die Arme der Beiden, die ihm ängſtlich nachgetreten waren, in die Arme des Junkers und des Gerichtsherrn, denn Lüet war bei dem erſten Ausbruche dieſes Vulkans aus der Thür geſchlüpft. Auf dem Hofe aber erſchien ein ſeltſamer Aufzug, welcher das Kleeblatt am Fenſter, trotz aller leidenſchaftlichen Aufregung, anzog.