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Alexiews einziger Freund war das brave Schwert an ſeiner Hüfte, mit dieſem wagte er ſich in das neue Leben, und des Kaiſers Gunſt, das Vertrauen der alten Generale und Freunde des verſtorbenen Grafen, welche den Jüngling im Feldlager geſehen hatten und in der Schlacht, ſtellten ihn bald auf den Platz, der ihm Ver⸗ geſſenheit gab in Gefahr und im wagigen Verſuch aller Lebenskräfte, ihn der Liebe und ihrer Seligkeit entgegen⸗ führte mitten im Blutgedränge des liebeloſen Krieges.
Das erzählte Aleriew ſeiner Giovanna, wenn auch ohne jene ſchmeichelhaften Berührungen, die des Ge⸗ ſchichtsſchreibers Feder, welcher mit dem Prophetenauge in ſeiner Vergangenheit ſuchte, hinzufügte.
Mit beiden Händen faßte jetzt Graf Lieben die Hände der Prinzeſſin, und indem er ihr zutraulich, wie Ge⸗ ſchwiſterliebe blickt, in die großen Augen ſchaute, ſagte er ſanft: Giovanna! Wenn Du die irdiſchen Zufällig⸗ keiten und Vorzüge der Geburt hochhältſt, ſo bin ich Dein nicht würdig, denn mein Ahnenſchild iſt blind und roſtig, und mein Stammbaum iſt ein leeres Pergament; doch das Herz iſt ein ſtarker Felſenquell, Liebe gebährend und Feuerneigung ſprudelnd für Dich; das Gemüth iſt Dir ein unverletzbar Schild zu Schirm und Schutz gegen alle Gewalten der Erde.—
Die Liebe will nur die Liebe, ſonſt iſt ſie unächt und kein Kind des Himmels! antwortete Giovanna innig, und warf die weißen Arme um des Mannes Hals. Was außer ihr liegt, iſt nur ſtörend für ſie, und feindſelig. Du biſt mir ein König, und der einzige Herr meiner Tage.—
Erſchreckt fuhr da Alexiew in die Höhe. Wer iſt der Menſch, fragte er haſtig, welcher dort an den Roſen


