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Stroms, hatte auch ihn Zufall und Menſchlichkeit geret⸗ tet, und die Milde einer fremden Dame hatte ihm, ſo wie die Herzensgüte der Tochter Pharao's dem Geſetz⸗ geber Iſraels, die Verwaiſung in Glanz und Hoheit gewandelt.
Ein vornehmer Ruſſe lebte mit der kränkelnden Gat⸗ tin zu Neapel. In eine Ehrenſache wird der Ausländer verwickelt, welche ein unglücklich Ende für den Gegner nimmt. Als Fremdling hält er ſeine Perſönlichkeit nicht ſicher mehr im Lande der Rache und im Heimathspfuhl des Banditengeſchlechts. Die Verwandten des Getödte⸗ ten ſind angeſehene, reiche, wilde Menſchen. Nur eine ſchnelle, der Flucht ähnliche, Abreiſe kann retten. Sie wird begonnen, und, um jede Verfolgung zu täuſchen, nimmt die Familie des Grafen Lieben nicht die gewöhn⸗ liche Straße, ſondern fährt Tag und Nacht auf Winkel⸗ wegen dem Norden zu. So berührt in einer Nacht ihr Reiſezug einen rauſchenden Fluß, und nicht fern von ihm erblickt das Auge der Reiſenden ein vom Monde beleuchtet
Ritterſchloß, mit Thürmen und Zinnen in die Wolken
hinaufgreifend. Schwarze Wetter hingen dahinter, die nahe Entladung dräuend. Während der Ueberlegung, vb man Schutz ſuchen gegen das nahe Gewitter oder die Fahrt fortſetzen ſoll, raſſelt langſam der Wagen auf der Felſenſtraße am Strome herab; da ruft mit Schelt⸗ worten der auf ſeinem Zwerggaule vorreitende Koſak der anſchlagenden, engliſchen Leibdogge des Grafen zu. Man
frägt, man hält. Der große Hund hat am Rande einer
Brücke, über welche die Straße führt, einen ſeltſamen Fund gethan. Ein weinendes, jüngſtgeborenes Kind liegt vor dem dumpfbellenden Thiere, das die Windeln zu faſſen und es fortzutragen ſtrebt. Die Gräfin läßt ſich


