Teil eines Werkes 
5 (1843)
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ihre Fanatiker ſind Salamander im Feuer, hymnenſin⸗ gende Templer auf dem Scheiterhaufen, und Achillen, wo es gilt; ſie wiegt die Menſchheit auf ihrem Schooße, und alles Große ſäugte ſie an der Schwanenbruſt; eine republikaniſche Schwertjungfrau, tilgt ſie die Ungerech⸗ tigkeit des Schickſals und gleicht aus unter den Kindern der Erde das göttliche Erbtheil; in die Erdhütte des Bettlers trägt ſie den Himmel und das höchſte Glück, und wirft den König auf den glühenden Roſt ungeſtillter Sehnſucht matt wird am Tempel der Liebe die nei⸗ diſche Zeit und ſtumpft ihren Zahn, denn jeder Neu⸗ geborene iſt ein friſcher Prieſter ihres Dienſtes! So war ſie auch mitten in den Schlachtſchritt des jungen Reußenführers getreten, und er hatte den Gruß der Huldin nicht verſchmähen mögen. Und wer verdächte es dem Krieger, wenn er raſcher und unbeſonnener in das Leben greift, und nach der Freude, die für ihn und für die er morgen vielleicht ſchon nicht mehr da iſt? Nahe der Gefahr, wächst des Lebens Werth und der Stunden Preis. Und hier, wo aller Blütenreiz der Jugend ſich ihm bot, wo im großen, runden Auge, licht⸗ blau, wie im Morgenhimmel, kindliche Unſchuld das erſte, engelreine Gefühl der Natur ausſprach, wo in der zar⸗ ten, ſchmiegſamen Geſtalt, im feinen Madonnenköpſfchen, von blonden, reichen Locken, dem Zeichen venetianiſcher Heimath, und eine Seltenheit in ſo ſüdlicher Zone, um⸗ ringelt, der Knospenmai des Lebens die Sinne lockte, wer hätte hier ascetiſch der Lockung widerſtanden, und wenn auch die nächſte Stunde Trennung und ſichern Tod gedroht? Wer hätte hier den Gram bedacht, den die Verſuchung und der in ihrem Tempel leichtſinnig geknüpfte Bund über das geliebte Weſen werfen konnte? Und