Teil eines Werkes 
5 (1843)
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dann will ich glauben an Eure treue Neigung zu mir.

Den Becher bekommt das thörichte Kind nie wieder. Rauh ſprach ſo der Fürſt; ſie war ihm nahe getreten, und ſeine Hand ſtieß ſie jetzt unſanft zur Seite, ſich Platz machend im Fortgehen. Graf Alexiew war hinzu⸗ getreten, und fing die ſchwankende Dame in ſeinen Ar⸗ men auf.

Man erzählte mir in meinen Knabenjahren Vieles von ſüdlichem Ritterſinne und ſüdlicher Rittertugend, ſagte haſtig und aufgeregt der General; doch ich finde nicht einmal die Achtung für Weiblichkeit und den geehrten Anſtand, die bedachte Zucht im geprieſenen Lande, und muß drum die Lehrer Schwärmer und Lügner nennen.

Wenn der Bart zu wachſen anfängt, verfliegen die Knabenträume! höhnte Giacomo glutroth und augen⸗ rollend. Alexiew's edle Züge verwoben ſich zum blut⸗ dürſtenden Schlachtgeſicht.

Aber der nordiſche Knabe ſoll Euch Sitte lehren und den Adelsſpruch, oder er wird Euch den geſchändeten Degen brechen und vor die Füße werfen! Von heut' an iſt dieſe gemißhandelte Dame in meinem Schutze, im Schutze der Fahnenwache meines Monarchen! Sie iſt Herrin in dieſem Hauſe, ich bin der Gaſtfreund, wenn auch das fromme Leben der Wirthin mich heut' zum erſten Mal in ihre Nähe brachte. Tod dem, der ſie nochmals unſanft berührt, ſei es mit Wort oder Hand, ſei es Herzog oder Kriegsknecht!

Seid Ihr der Papſt unſerer Ehebündniſſe, oder der Sittenrichter Italia's? fragte mit zurückgezogenem Grimm der Herzog.

Ich bin Herr in dieſer Stadt für den Moment, und nur mei aiſer verantwortlich. Sein hoher Sinn