Teil eines Werkes 
5 (1843)
Einzelbild herunterladen

müthigen Spottes. Es wird Ernſt, gut drum, daß Ihr

da ſeid. Auch Euer Regiment muß heute die bequemen Kaſernen verlaſſen und auf den Wall, denn die Zaude⸗. rer und Schneckenreiter draußen werden plötzlich leben⸗ F diger und rücken hervor.

Meine Garden wollt Ihr gebrauchen? fragte der verzog verlegen zurück. Doch im Fall Eures Rückzuges wäre dann Stadt und Land verloren. Lieber laßt ſie entwaffnen, doch nicht fechten zum ſpätern Verderben ihrer Landsleute und Brüder.

Macht das aus mit dem Schickſale, Herzog! ant⸗ wortete Alexiew mit gehobenerer Stimme. Oder ſoll der Schwarm meiner Aſiaten, wenn er die Euren nicht mit uns fechten ſieht, ſich in Feindes Land glauben, und in einer Viertelſtunde Eure Gaſſen wüſt machen und Euren Strom zu einem Blutbache? Was nicht mit uns iſt, iſt wider uns; das iſt die Glaubenslehre des Kriegs, in der Ihr ſowohl wie ich kein umſtürzender Mahomed ſein werdet. Der Menſch muß ſich fügen den dunkeln Mäch⸗ ten, oder ſie ſtürzen ihn erzürnt in die Nacht, in der ſie wohnen.

So ſoll ich das gewiſſe Unglück befehlen? ſtieß Gia⸗ como heraus.

Das gewiſſe? fragte ſpitz der General. Wißt Ihr, zu wem Ihr ſprecht? Sieht mein Geſicht aus, wie neu⸗römiſch eigheit, oder blinzelt mir im Auge neapo⸗ litaniſcher Banditenverrath? Herr Herzog, die nor⸗ diſchen Eisberge trotzen Jahrtauſende lang dem Anſturme des Ozeans, und ſo wenig wie Eure gebrechliche Ver⸗ nunft herauszugrübeln vermag, wann ſie erliegen der Gewalt, ſo wenig könnt Ihr voraus wiſſen, ob ich nicht ſchon mir Eure Hauptſtadt zur Grabespyramide oder