Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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Da trabte der Aſſeſſor Carus zu Pferde auf dem Steinpflaſter her. Mit einem Satze war der Lieutenant über dem Rinnſteine und trat ihm in den Weg.

Halt Patron! rief er launig, Du kommſt mir gerade recht; ein Geſcheiter ſchlägt zwei Fliegen mit einem Sch lage. Rechts um, und auf der Stelle mit mir nach meinem Quartiere. Pro Primo habe ich dort eine Adreſſe abzugeben von der Excellenz, dem Onkel Gehei⸗ menrath, der dem Herrn Neffen das Reiten verbietet bei höchſter Ungnade, weil eines Aſſeſſors Zügel ſeit dem erſten Seribenten Moſes her die Schreibfeder, und ſein Sattel die Sekretärpritſche ſein ſoll. Pro Sekundo mußt Du auf der Stelle mich als Sekundant bedienen; Du weißt, ich habe für einen ähnlichen Dienſt noch Re⸗ vange von Dir zu heiſchen. Alſo rechts um!

Aber mit wem? Warum und wo? fragte William, dem bei dem Namen des gefürchteten Ohms alles Blut aus dem Geſicht, bei der Erwähnung des Duells alles Blut wiederum in das Geſicht getreten war. Das er⸗ fährſt Du an Ort und Stelle, Du ſchmachtender Ama⸗ dis! rief der Lieutenant, und ſchon ging er im Sturm⸗ ſchritte weiter; Carus mußte geduldig umlenken, und ritt langſam und bedenklich dem Erhitzten nach vor das Quartier. Bald zog man den Scheck aus dem Thor⸗ wege mit den blanken Piſtolen in den Halftern; der Dragoner ſaß auf, und im Trabe ging es aus dem Thore, ohne daß der Aſſeſſor, den der faule Miethgaul zwang, hinter dem Freunde zu bleiben, eine Rede oder ein Aufklärungswort erlangen konnte. Das Hölzchen wurde bald erreicht, und auf der weiten Heide daneben fanden ſich die Gegner ſchon. Mit Erſtaunen erkannte Carus den Fremden und ſtieß betroffen den lauten