Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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Zirbeldrüſe. Sturzbad und Aderlaß iſt ihm nöthig. So ein kluger, feiner Burſche, ein Verſpötter der Liebe, obgleich er ſie in ſeinen Romänchen recht zart und warm zu ſchildern wußte, und nun gar eine Fürſtin, eine Prinzeß aus Kamtſchatka! Ein bürgerlicher Aſſeſſor freit um ſolch edel Blut in unſern Zeiten, und glaubt, hoffen zu dürfen? Der Menſch muß unter die ruſſiſche Eispumpe.

Der Geheimerath nimmt es ſehr ernſt, antwortete Stein, und hat mir beſtimmte Aufträge zur Rückſprache mit ihm gegeben, gut Wort findet gutes Ohr! Sein Neffe verſäumt ſeitdem alle Dienſtpflichten; ſeine Schrif⸗ ten für den Fürſten oder ſeine Proklamationen an die Unterthanen ſind poetiſche Exercitia. Wie man ſich bet⸗ tet, ſo liegt man! Das Ei will klüger ſein, als ſein Fabrikant! Der alte Familienpatriarch, Ihr kennt ſei⸗ nen Eigenſinn, hat er einmal einen feſten Willen auf⸗ gezogen, wird Gewalt gebrauchen, wenn es Noth thut. Und hier thut's Noth; denn iſt die Neigung ſelbſt einem Tollhäuslerſpuk ähnlich, ſo möchte die Verwandtſchaft mit einem Rebellen und Kronenräuber für den alten, ſtrengbürgerlichen Geheimenrath, der die Unterthanentreue dicht bei dem Gehorſam gegen Gott ſtellt, das Gräß⸗ lichſte ſein, was ſein Dienſtjubiläum beflecken könnte. Und ſeit das politiſche Journal Pauls des Kaiſers Sterbeſcenen offen erzählte, iſt der Name Taſchwill ver⸗ flucht und klingt ihm mit dem Namen Satanas egal.

Der junge Fremde war ſchon eine Weile aufmerk⸗ ſam geworden, jetzt fuhr er wild empor, und that einen ſtarken Schlag der Fauſt auf die Lehne des Stuhls, den Lieutenant Stein mit dem Rücken ihm zugewandt beſetzt heilt. Taſchwill! rief er erglühend. Wer ſchimpft den