Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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in franzöſiſcher Sprache ein Frühſtück begehrte. Die Augen aller Gäſte wandten ſich dem Fremden zu, der ſich ſofort an einem Seitentiſchlein niederließ und vor ſich hin auf den Boden ſtarrte, oder mit ſeinem großen zottigen Windhunde ſpielte, und jedes Auge fand Wohl⸗ gefallen an dem Angeſchaueten. Der Fremde war nicht bloß ein beſonders ſchöner Mann, ſondern er hatte et⸗ was ausgezeichnet Edles in Phyſiognomie und Haltung, was durch den lauchgrünen, goldbeſchnürten Polenrock, die vierkantige Scharlachmütze, den gekräuſelten feinen Schnauzbart und das bockige kurze Blondhaar, über⸗ haupt durch den militäriſchen Anſtrich noch gehoben wurde, und durch eine blaſſe Farbe, die jedoch nichts Krankhaftes hatte, wie durch eine unverkennbare Schwer⸗ muth, die Stirn und Blick beherrſchte, an Intereſſe ge⸗ wann. Es ſchien anfangs, als ſuche das Auge des Fremden in dem Kreiſe der Gäſte nach irgend einem Bekannten, da es aber vergebens von der Irrfahrt zu⸗ rückkehrte, ſenkte es ſich wieder zum Boden, und der junge Mann ſaß in ſich ſelbſt verſunken, und bekümmerte ſich weiter nicht um das verworrene Geräuſch der Spre⸗ chenden, das dem Geſums in einem Bienenkorbe ähnlich war und die Sinne betäubte.

Der Lieutenant Stein ſaß ihm zunächſt mit einigen Kameraden um einen großen Tiſch geſammelt, und ihr Geſpräch, welches halblaut geführt wurde, ſchien einen intereſſanten Gegenſtand zum Zirkelpunkte zu haben.

Es iſt Tollheit, ſagte der Eine von ihnen, der heiße Sommer hat dem braven Jungen das Hirn verſengt. Schade um den fröhlichen Geſellſchafter.

Du haſt Recht, Bruder Röderer, entgegnete ein Zweiter; es muß Krankheit ſein, ein Geſchwür an der