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brechern verkündete. Das Geſicht des Leſenden färbte ſich mit immer dunklerer Röthe, ſo wie er weiter las. Entſetzlich! ſtöhnte er in kurzen Abſätzen. Zum Vier⸗ theilen verdammt? Zu hart! Sie vertheidigten nur des Ceſarewitſch Rechte!— Die kaiſerliche Gnade wird ein⸗ treten.— Nein! ſchrie er dann auf einmal laut auf: Gehängt auf der Citadelle! Apoſtol, Kahowsky und auch Oberſt Peſtel!— Er ſank in die Kiſſen zurück und den Arm ſtarr und weit von ſich ſtreckend, fiel das Unglücks⸗ blatt aus der gelähmten Hand auf das Haupt des knieen⸗ den, erſchrockenen Dieners. Aſſeſſor! Carus! Carus! Herbei zu Hülfe! ſchrie er dann in kreiſchenden Tönen; die Augen quollen geröthet hervor; vss Kontchilos! ſtotterte die lahme Zunge; Stenko hielt eine Leiche in ſeinen Armen, und fühlte ſeine Hand vom heißen Blute überfloſſen, das aus dem Munde des leiſe Zuckenden ſtrömte.—
Wohl Dir! ſprach der Aſſeſſor ernſt. Gott hat Dich gnädig gerichtet. Möge der Ewige die Marter Dir an⸗ rechnen, die Du hier unten in Deinem eigenen Herzen trugſt, und Dir den Himmel ſeiner Vergebung nicht ver⸗ ſchließen!— So vrückte er dem Todten ſanft die Augen zu, indeß der alte Stenko ihm die linke Hand mit har⸗ ten, ſtechenden Küſſen überdeckte, und dazu ſchluchzte: Guter Mann! Lieber Deutſchmann! Herr war nicht ganz bös, und der frommen Gnädigen Gebet wird ſchon helfen!— Da erinnerte ſich der Aſſeſſor der unglück⸗ lichen Kathinka, und raſch verließ er das Todtenzimmer, und rief nach der Dienerſchaft, von denen ihn einer ſo⸗ gleich nach dem entfernteſten Wohngemach der Baronin begleitete.
Eine Verzweifelnde, eine Jammernde hatte ſein fürchtend


