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und ſein dumpfes Geheul von Neuem begann, da blieb dem Jünglinge der Herzſchlag ſtehen in der beklommenen Bruſt. Ja, der Fürſt Ighor lag vor ihm todt, kalt und ſtarr; die nur halb von den Liedern bedeckten furchtbaren Augen ſtarrten nichtsſagend zu ihm auf, die Lippen halb geöffnet, waren dunkelblau gefärbt, und einzelne trockene Blutſpuren dunkelten das weiße Kinn. Schnell und un⸗ vermuthet hatte die Hand pes ewigen Rächers den Schul⸗ digen ergriffen.
Fürſt Taſchwills Fieberzuſtand war von manchen hel⸗ len Intervallen unterbrochen worden, und in dieſen hatte ſeine gequälte Seele ſtets nach Zerſtreuung gehaſcht, die, wenn die Stadtfreunde fehlten, die ſorgſame Edelfrau immer durch franzöſiſche und deutſche Lektüre aus ihrer Hausbibliothek herzuſchaffen bemüht geweſen, wobei ſie ſelbſt und Kathinka abwechſelnd die Vorleſerinnen ge⸗ macht. Oft hatte der Kranke auch Zeitungen begehrt, doch die umſichtige Tochter, welche ſelbſt jedes Buch vor⸗ her durchſah, hatte die unbefangene Baronin ſtets durch kleine Liſten vermocht, dem Vater die Forderung unge⸗ währt zu laſſen. Am jungen Morgen, als die Tochter nach mancher durchwachten Nacht noch ſchlief, Stenko bei dem Herrn gewacht, ſandte er früh den alten Knecht nach der muntern Herrin des Hauſes, die neueſten Zei⸗ tungen zu fordern, welche die Baronin auch ohne Arg auslieferte. Mit Haſt blätterte der Fürſt in dem anſehn⸗ lichen Stoße der Tagesblätter herum, ergriff dann plötz⸗ lich eines derſelben, und las mit ſteigender, in ſeinem Antlitz immer ſichtbarer werdenden Bewegung. Es war ein Blatt vom Auguſtmonate, welches das Urtheil des Petersburger Gerichtshofes über die Verſchwörer enthielt, und die Vollziehung des Urtheils an den fünf Hauptver⸗
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