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ſammenhaltend, indem zugleich aus dieſer Verhüllung ſonderbare Töne, die jetzt wie ein hohles Schluchzen, jetzt wie das verhaltene Gebrüll eines wilden, unbändi⸗ gen Thieres ließen, zu des Aſſeſſors Ohre kamen. Eine ſchnell erweckte heiße Angſt ſtieg in Herrn Carus aufz er ergriff den Herabſchleichenden, riß ihm die Hülle ab, und erkannte bei dem Scheine der Kugelleuchte, die an der Wand brannte, den Knecht Stenko, welcher ihn mit den hohlen gläſernen Augen einer Leiche anglotzte. Ein unglück? rief Carus zurückfahrend. Sprich, Menſch, was iſt der Fürſtin zugeſtoßen! Ich zittere! Rede, Du ſteinerner Gaſt, oder—— Er erhob unwillkürlich die Reitgerte, doch der Leibeigene beugte ſogleich den Nacken, zog ſich ſcheu an das Geländer, und ſtotterte: Armer Herr! Bednoy gospodin!— Hat den Herrn da verlangt; aber der Herr war fort; weit weg, nicht da! Bednoy gospodin!— Führe mich zum Fürſten, raſch ohne Zö⸗ gern! ſprach der Aſſeſſor heftig. Ich werde ihm mein Verſprechen halten, ſollte er auch nimmer die Hülfe eines Redlichen verdienen.—
Der Knecht ſchritt langſam voran, öffnete das Zim⸗ mer, und trat mit einem hohlen Seufzer über die Schwelle. Was ſah der Nahtretende? Das Gemach war ausgeräumt; alle die kleinen utenſilien, welche die Edelfrau zur Bequemlichkeit des Kranken herangeſchafft, fehlten, die Seſſel am Bette, der Tiſch mit Arzneien und Labetränken war fort, das Bett ſtand einſam, zu⸗ gedeckt, und vom ſchwarzen Träger herab beleuchtete ein dreiarmiger Silberleuchter das ſchaurigleere und ſtille Gemach. Als aber jetzt Stenko das weiße Tuch vom Bette zog, und dazu murrte: Nichts mehr zu helfen! Armer Herr iſt hin!— als er dabei in die Knie ſank,


