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der Krieg des Geizes, des Uebermuths, der Härte gegen Unſchuld und Offenheit, verſetzte Jahn nachdenkend. Ich war ein geketteter Aar, der den Fuß losmacht vom Eiſen, wo er kann; ich war der ſchuldloſe Galeeren⸗ ſtlave, der jede Gelegenheit ergreift, von der ſchimpf⸗ lichen Ruderbank zu entſpringen. O ich habe mir das tauſend und abertauſend Male vorerzählt und mein Ge⸗ wiſſen eingelullt damit, daß ich ruhig ſchlafen konnte neben dem Weibe meiner Liebe, daß ich freundlich herzen konnte das Kind meiner Liebe. Hingeworfen habe ich jeden Anſpruch des Gedankens an die Hoheit meiner Jugend; als ein Opfer der Buße habe ich mich ent⸗ äußert des ſtolzen Weſens, zu dem die Geburt mich berechtigte; herabgeſtiegen bin ich freiwillig zu der niedrigſten Klaſſe der Ritterſchaft, habe als fahrender Rittersmann ein Heer von Wegelagerern und Vagabun⸗ den mir zu Vaſallen und Knappen erzogen, und an der Straße mein Brod geſucht mit dem ſchmuckloſen Stahle in der Rechten, habe gewonnen den Unterhalt für Weib und Kind wie der gemeinſte Kriegsmann des römiſchen Reichs, an deſſen Throne ich ſtand und deſſen Fürſten auch mir ſich beugten. Mir war wohl in dieſer Nie⸗ vrigkeit, und leiſer klopfte das Gewiſſen gegen die Wände meines Herzens. Da fand ich Dich an meinem Wege, und die ganze Vergangenheit ſtieg wieder auf vor mir wie des Kaiſers blutſpritzendes Geſpenſt; Mord! und Mord! hallte es wieder aus dem Walde her und vom Echo der Felſenkuppen. Verflucht iſt der Mörder vor Menſchen und vor dem Richter des Himmels! rief wie⸗ der vor meinen Ohren die heimliche Stimme, die mir nachſchleicht, und doch kann ich Dich nicht von mir laſſen, doch muß ich Dich halten mit ehernen Armen, denn


