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ſtraft, wie ungeheuer muß dann die Strafe ſein, die er für die Thäter aufſpart, die er hinter ſeiner dunkelſten Wetterwolke dem Oberſten der Verbrecher bewahrt?—
Was ich litt, galt um Euch, mein Prinz, der den Knaben wohlthätig an ſich zog und ihm Huld und Freund⸗ ſchaft ſchenkte unter ſo vielen Würdigern, ſprach mit Ge⸗ fühl Siegesmund zu dem Verzweifelnden. Ja, der Sohn des edelſten Geſchlechts im Schwabenlande hat Helm und Schwert von ſich werfen müſſen, hat mit ſeiner trauri⸗ gen Zither ſein ſchmales Brod erſungen vor den Thüren der gaſtfreien Frieſen und der gutherzigen Dänen. Ab⸗ gebüßt habe ich auf ſolche Weiſe meine Genoſſenſchaft mit jenen wilden blutgierigen Männern, die Euch ver⸗ führten, und mein Gemüth iſt ruhig geworden, und frei ſehe ich in den Sternenhimmel hinauf und weiß: mir iſt vergeben!— Und auch Ihr dürft hoffen. Iſt der Krieg nicht erlaubt, und ſuchen nicht die Helden aller Völker in ihm den unſterblichen Lorbeer? Waret Ihr nicht im Kriege mit Eurem Ohm, der Euer reiches Erbe Euch widerrechtlich vorenthielt und den mündigen Herzog wie ein Kind am Gängelbande achtete? Fiel nicht Otto⸗ kar der Böhme durch das Schwert Rudolphs, Eures großen Ahnherrn, und verblutete in der Kraft der Männ⸗ lichkeit, weil er ſeine Hand ausſtreckte nach einem Lande, das ihm nicht gehörte? Krieg iſt die Loſung der Naturz die getretene Schlange ſticht des Elephanten Fuß, der Reiher ſpießt den Falken, deſſen Klaue nach ihm greift; Liſt und heimlicher Angriff erſetzen dem ſchwächeren Ge⸗ ſchöpf das Uebergewicht, welches den Koloß trotzig und gewaltthätig macht, und wo der Krieg offen erklärt iſt, da gilt Ueberfall und Kriegsliſt jeder Art.—
Ja, offener Krieg war zwiſchen unſern Gemüthern,
Blumenhagen. 1v. 3


