Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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tollkühnen heftigen Palm und den treuen Wart, den ſtarken Eſchenbach, Dich und mich mit einer aufſteigen⸗ den Waſſerwand! Wir wären ſelig geſtorben; denn nur Thaten kann der Ewige richten, nicht den verbrecheri⸗ ſchen Gedanken, der in das vom Blute gefüllte Hirn gegen den Willen und gegen alle Wehr des armſeligen Menſchenſohnes ſich eindrängt.

Er richtet auch die Thaten mit Barmherzigkeit, ent⸗ gegnete der Zitherſchläger. Er legt Jugend und ihre heftige Unbeſonnenheit, legt die Kränkungen, die der Feind uns that, legt die Hetzung der Neider und falſchen Freunde, den Rauſch des Zornes, durch teufliſchen Rath empört, alles das legt der Allwiſſende in die andere Wagſchale, daß die Schale der Schuld leichter aufſchnellt, und von Reue und den Thränen der Selbſtanklage ge⸗ hoben, bis dicht an den Himmel reicht, wo die Mutter Gottes mit dem Schwert in der Bruſt den Schmerz der Reue erkennt und vertritt bei der Allbarmherzigkeit.

In tiefe Gedanken verſunken ſtarrte der Mann bei des Jünglings feuriger Rede auf den Waldboden nieder. Ja, ja! lallte er dann wie vor ſich hin. Siegesmund darf hoffen und ſolche Himmelsbilder ſchauen. Deine Hände ſind unbefleckt; Du warſt von uns allein der Glückliche, welcher in jugendlicher Furchtſamkeit den Stahl in der Scheide hielt und wie das bleiche Bild der Ne⸗ meſis mit ſtarren Aungen dem Gräßlichen zuſah. Und dennoch theilteſt Du die Strafe; dennoch ſind auch Deine Güter wüſt gemacht, dennoch mußteſt auch Du flüchtig irren im fremdem Lande, und die wüthenden Königinnen ſetzten auch auf Dein junges Haupt den Blutpreis, wie ſie hundert unſchuldige Vettern der Mörder ſchlachteten. O wenn der Himmel ſo das Zuſchauen des Verbrechens