Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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Mühe gegen die ſchlagenden Buſchzweige des zuerſt mit kleinen krauſen Blättern prunkenden Weißdorns und gegen die ſcharfen Steinecken ſchützen mußte. Zuweilen ſtand der Voranſchreitende einige Minuten verſchnaufend ſtill, aber das Wenige, was er alsdann durch den Sturm hinſprach, klang mehr wie Monologe des Wahnwitzes als wie Anrede für den Begleiter.

Warum brichſt du die Eiche? warum nicht mich, rief er laut hinauf in die dunkeln, über ihn hinfliegenden Wolken, wie mit ſchauerlichem Hohn im Gemüth, als gerade ein derber Baumgipfel dicht neben ihnen herun⸗ terkrachte. Warum ſchmetterſt du nicht die zentnerſchweren Stämme auf dieſes Haupt, das deinem Grimme ſeit Jahren verfallen iſt? Oder haſt du mich aufgegeben? Bin ich verſtoßen aus der Welt deiner Geſchöpfe? Hat deine Allmacht, deine Güte, ſelbſt der Zorn deiner Ge⸗ rechtigkeit kein Auge mehr für meinen Schritt, keine Hand mehr, meinen Scheitel zu zerquetſchen? Bin ich dem Zufalle auf ewig hingeworfen in der gräßlichen end⸗ loſen Strafe des ſchmutzigen Jeruſalemiten, deſſen Fuß den Heiland von der Schwelle ſtieß? O gräßliches Ge⸗ dankenmeer! ausgeſtoßen, verlaſſen, vergeſſen von dem ewigen Vater der Welten! Was iſt die tagelange Folter, womit Tyrannen quälen, ſo menſchlich und ſchmerzlos gegen dieſes Ungeheure! Und warum ich? warum gerade auf meinem Haupte dieſe endloſe Strafe? Ende, Rächer der Unthat, Ende! Ich biete ja meine Bruſt preis dei⸗ nem Wetter, biete ja mein ſchuldig Haupt preis deinen fallenden Donnerkeilen, deiner verheerenden Windsbraut.

Erſchöpft lehnte ſich der bleiche ſchlankgewachſene Mann an einen hochaufgeſchoſſenen Tannenſtamm, und ſein ermüdet Knie bog ſich gegen den moosbewachſenen