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läßt den Strom verſiegen. Ich will hinaus und den Herrn ſuchen, wenn's Euch beruhigen kann.—
Der derbe ſtämmige Menſch verließ die Mühle, nach⸗ dem die Frau ihm freunglich ihren Willen zugewinkt und von dem Vater unterſtützt zurück in die Kammer ge⸗ wankt war; der Steinmüller aber warf die Iltismütze mit einem Fluche ſich auf den Schädel. Mögeſt Du, langer Schurke, den Hals brechen auf dem Mühlbau, und möge Deinen hoffärtigen Herrn längſt in der Sturm⸗ nacht ein gefälliger Steinſchlund verſchluckt haben! Wahr⸗ lich an mir ſoll's nicht mangeln, kömmt die Gelegenheit, euch allen Zweien den Nachſchub zu verſetzen! Innerlich ergrimmt rief er ſolches dem raſch Fortſchreitenden halb⸗ laut nach und zündete den Kienſpahn an, nachzuſehen, ob ſeine Mühlknappen die nächtliche Arbeit nicht verdor⸗ ben hätten.
Draußen im Walde hatte der Sturm manche ſchöne Tanne geknickt, manchen derben Zweig der hundertjähri⸗ gen Eichen gebrochen vom Mutterſtamme und die brau⸗ nen Kronen hingeworfen in den regennaſſen Waldgrund, wo Bettelvolk und herumſtreichendes Geſindel die Pracht der Waldgipfel morgen ſammeln mochte, ein elendes Nachtfeuer zu entzünden. Der Mann, den wir Jahn nennen gehört haben, ſchritt in dieſer wüſten Schauer⸗ nacht wie in der Irre umher auf den heimlichſten Wald⸗ wegen, durch das verſchlungenſte Gebüſch und über die ſteilſten Felswände. Wie ein getreuer Schweißhund ſolgte ſeinem Schritte ein Jüngling mit Barett und kurzem Mantel, an einem Bande, welches über die Schulter lief, eine zierliche Zither tragend, die der Fant mit


