Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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ſeinen Wanſt öffnen, weiter, als je Euer Brecheiſen eine aufzwang, aus der gerades Weges und recht bequem die arme Seele zur Hölle hinüberſpazieren könnte. Euer Wanſt hat Platz für ein Spundloch, wie's am Heidel⸗ berger Faſſe zu finden iſt. Wahret Euch, Steinmüller, daß ich nicht den Zapfen einſtoße, bis der heiße Burgun⸗ derwein in Strömen nachfließt.

Nun da hört ihr's, rief der Müller halb furchtſam, halb erbittert, daß ich Recht hatte, und die Gäſte den Wirth gern aus der Herberge preßten, wenn er ſie nicht in Furcht hielte und Freunde hätte, die ihm den Rücken deckten.

Grützkopf! verſetzte der Riddag, indem er ſich ver⸗ ächtlich von ihm wendete, Deinesgleichen ein Dutzend hackt unſer einer ſich zu einer Fleiſchſuppe zum Früh⸗ mahl zuſammen, und die Furcht, die Du erweckeſt, iſt die Furcht einer Spatzenflucht vor einer Vogelſcheuche aus Lumpen und Flicklappen zuſammengeſchnürt. Die drei Männer am Tiſche fuhren in die Höhe, der Jüngſte griff nach dem Sarras, und ohne Zweifel würde die Scene nicht ohne Thätlichkeiten beendet worden ſein, wenn nicht die Thür der Kammer ſich geöffnet hätte und ein Frauen⸗ bild mitten zwiſchen ſie getreten wäre, die ſogleich Aller Theilnahme auf ſich zog. Sie war von hohem, kräftigem Wuchſe, ihre Züge waren faſt zu ſcharf, um ſchön ge⸗ nannt zu werden; aber in ihrem dunkeln Auge lebte etwas, welches die Herzen gewann, und der runde Arm, die hochſchwellende Bruſt und die ſchöngewölbten Hüften machten gar leicht das entzündliche Männerblut aufſieden im drängenden Begehren, das Opfer und Kampf um ſolchen Beſitz nicht ſcheuete.

Iſt Dein Herr noch nicht zurück? fragte ſie mit einer