Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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närriſcher Kautz? lachte Melchior. Wer Dir ſonſt einen guten Braten brachte, war doch der Hahn in Deinem Korbe.

Höre nur! fuhr der Müller, ſich das Lecermaut be⸗ deutſam ſtreichend, fort. Alles ging gut, bis der Turnau zurückkam mit den jungen Geſellen aus der Braunſchwei⸗ ger Fehde und dem Dienſte des Göttinger Herzogs. Die Schlingels waren alle wild und hochmüthig geworden durch den ehrlichen Dienſt und die blanke Beute, welche ſie den Braunſchweigern abgezwackt. Anfangs kümmerte ſich der Jahn ſo wenig um ſie, wie er ſich zeither um das loſe Gaunergeſindel gekümmert hatte, welches dann und wann bei mir eintraf und die Diebesſäcke auslud. Bald aber ſchien er Gefallen zu finden an ihren Schlacht⸗ geſchichten und ihren ſchallenden Soldatenliedern, und wenn ſie den Namen des dicken Albrechts erwähnten, ſo glühte ſein bleiches Geſicht auf wie ein Feuerhahn, den der Mordgeſell auf ein Strohdach ſchleudert, ſeine Fauſt ballte ſich, und er ſchlug mit einem Fluchworte auf die Tafel, daß die Kannen umſtürzten, und mit feuerſprü⸗ henden Augen ſtürmte er dann hinaus aus dem Gemach und der Mühle. Bald aber hatte der Spuk böſere Fol⸗ gen. Ich bemerkte, daß der Jahn oft mit dem Turnau zuſammenſtak, daß die verwegenſten unſerer Geſellen ſich an ihn ſchloſſen und nach wenigen Wochen den fremden Schmarotzer mit einer Ehrfurcht behandelten, die ich nicht in den rohen Waldbären vermuthet. Ich lauſchte, ich ſpionirte und richtig merkte ich ihnen die Fährte ab. Der Herr Jahn ging damit um, in meinem Königreiche eine Republik zu ſtiften, die jede alte Ordnung umwarf. Nicht weit von dem alten Hünengrabe, wo die große Sägegrube iſt, dicht unter der Ledenburg, hatte der Freche