Teil eines Werkes 
3 (1843)
Entstehung
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dankt es ihm Niemand, wird ihm auch ein Grabſtein geſetzt mit den brillanteſten Lobſprüchen. Spiegeln Sie ſich an meinem Muſterbilde, wertheſter Graf, es wird Sie nicht gereuen, wenn Sie einen Silberſchnitt am Haar ſpüren. Mich weckt kein Kindergeplärr aus dem beſten Schlafe; mich ſtört keine Weiberlaune in meinem Willen, mich macht keine Weiberthräne zu einem Mar⸗ zipanmännlein, der die Schlafmütze als Schandzeichen ſtatt der Maſtbaums⸗Flagge tragen muß. Ich halte mein Geld zuſammen, damit es reicht bis zum Methuſalems⸗ Alter, aber ich pflege Leib und Gaumen, und es würde mich freuen, wenn mit dem letzten Lebenstage meines hundertſten Jahres auch der letzte Thaler verzehrt würde, und die lachenden Erben weinende würden, weil ſie die Kiſten leer fänden und die Begräbnißkoſten ehrenhalber tragen müßten; und, offen geſtanden, wäre ich der König oder Dictator eines ſo abgeſchloſſenen Reiches wie das Paraguay des Doctors Francia, ich würde Todesſtrafe auf das Heirathen ſetzen, denn ohne dieſe einfältige Ge⸗ wohnheit gäbe es kein Uebel in der Welt, und der iſrae⸗ litiſche Geſetzgeber hat mit ſeinem Unglücksapfel, der von der Teufelsſchlange und dem liſtigen Weibsbilde zum Manne kam und ihm den Tod brachte, fein und weiſe nur meine Anſicht ſymboliſiren wollen.

Was Teufel, Herr Rath, lachte der Graf, man müßte Sie als Mörder ohne Gleichen anklagen; denn Sie haben das Attentat im Kopfe, das ganze Menſchen⸗ geſchlecht ausſterben zu machen.

Beſſer todt als auf der Galeere! erwiderte Herr von Heiligenſtern ernſthaft. Sehen Sie einmal hinunter auf die Straße. Was fährt da herauf in der Equipage mit den vier Mohrenköpfen, ſo ſtolz und in ſolchem