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nichts darin, und Euer Jauchzen paßt gar nicht zu dem ernſthaften Inhalte. Leſet nur, mein junger Freund.
Folkerts las mit Eile Folgendes:
—„Kriegsmänner ſind ſich überall Kameraden, mögen ſie auch verſchiedene Farbe und Schärpe tragen; Degen und Ehre verbrüdern ſie unter jeder Zone. War ſich auch Britte und Däne noch kürzlich feind, ſo hegt doch der Letztere zu dem Erſteren das Vertrauen, daß der Engländer einem däniſchen Gardeoffizier den brüderlichen Beiſtand in einer Ehrenſache nicht verweigern wird. Hier in der Fremde allein ſtehend möchte ich einen Zeu⸗ gen meines Ehrentodes nicht gerne entbehren. Ich bitte deßhalb den achtbaren Sir, in deſſen Hand dieſes Blatt gelangt, mich ſogleich mit ſeinem Beſuch zu erfreuen, und mir Rath und ehrlichen Beiſtand zu ſchenken. Der Zweikampf muß noch heute vor ſich gehen, und da ich erſt geſtern zu Haag eingetroffen, fehlt mir die Kenntniß eines ſchicklichen Ortes für das ernſte Waffenſpiel.“
Frerich Kronſciold,
Lieutenant in der Reitergarde S. M. v. Dänemark.
Wie betäubt ſtarrte Oluf auf das düſtere Blatt.
Nun? fragte der Oberſtlieutenant. Wollt Ihr mir fol⸗ „gen zu dem jungen Helden im ſilbernen Schlüſſel? Der ufwärter von dort hatte die Ordre, den Brief in die
Hand des erſten engliſchen Offiziers zu legen, der im Parliamente ihm begegnen würde. Mich traf das Lvos, und ich werde die Aufforderung nicht zurückweiſen, da der Fremde unſerer Uniform eine Ehre erzeigte, indem er ſie zu ſeinem Schutze aufrief, ſtatt einen Holländer oder Franzoſen zum Sekundanten zu erkieſen.
Ihr thut Recht daran, entgegnete Oluf haſtig; Euer
Degen wird keine Schande haben in dieſer Sache.


