Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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über und in dem Menſchen, und ſein ſtilles Licht lohnt, wie nichts außer ihm lohnen kann, denn es ſtrahlt Zu⸗ friedenheit und Frieden in die Seele deſſen, der ſein Auge darauf feſthält.

Du biſt ein großer Menſch, Oluf! flüſterte die Jung⸗ frau ſcheu, und verdeckte beſchämt ihr thränennaſſes An⸗ geſicht. Folkerts preßte ihre Hand feſt an ſeinen Mund und antwortete bewegt: Nicht groß, aber feſt wie ein Mann ſein ſoll. O glaubt mir, nur ihm gönne ich dieſe Hand und das Herz, dem ſie gehört; nur ihm, weil ich weiß, daß er beide verdient.

Man klopfte an der Thür, und er verließ in weicher Rührung die Weinende.

Auf dem Vorplatze traf Folkerts einen engliſchen Unteroffizier, welcher ihn unverzüglich zu dem Oberſt⸗ lieutenant lud. Er folgte neugierig der Ladung, und der Commandant trat ihm freundlich mit einem offenen Briefe in der Hand entgegen. Verzeiht, mein Freund, ſagte der ſtattliche Mann, daß ich Euch aus ſchönſter Geſellſchaft lockte; mir iſt ein wunderliches Schreiben zugegangen aus dem Gaſthof drüben; da Ihr ein Däne ſeid, ſo wird es Intereſſe für Euch haben, denn der Schreiber iſt Euer Landsmann.

Folkerts warf nur einen Blick auf den Brief, und freudige Glut bedeckte ſeine Wangen. Er iſt da, rief er wie außer ſich, mein Frerich Kronſciold iſt da. Es iſt ſeine Hand. Er hat uns gefunden, und das Schick⸗ ſal hört endlich auf uns zu ſchlagen.

Ihr kennt alſo den Brieſſteller? verſetzte der brittiſche Offizier. Der Name trifft zu. Aber von Euch ſteht