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ſeine Beſtimmung zu finden. Und wer ſteht uns dafür, daß der glühendliebende Mann in ſeiner Verzweiflung nicht das erſte, beſte Schiff, welches von Kopenhagen nach London auslief, beſtieg; daß er uns nachſegelte ohne Verzug. Vielleicht war es ein ſchlechter, gebrech⸗ licher Kauffahrer, der dem Sturme nicht gewachſen, den unſer Cäſar aushielt; vielleicht faßte auch ihn der Orkan, warf ihn auf Klippen oder Sandbank; vielleicht ging das Fahrzeug unter mit Mann und Maus; vielleicht ſchläft der arme, treue Frerich längſt unter den Wogen, und ſein Geiſt umſchwebt uns und trauert tief, daß das Mädchen ſeiner erſten, heiligen Liebe ſo leicht zweifelte an ſeinem Herzen, ſo leicht im kindiſchen Groll ihn vergaß.—
O Gott des Himmels! rief Egwia mit Entſetzen. Welch ein Bild malt Ihr vor mir aus, Grauſamer? Oder iſt es Wahrheit? Habt Ihr Nachricht? Frerich, Frerich! Ja, ich fühle ſeinen Geiſterhauch. O warum ward ich denn gerettet? Warum ließet Ihr mich nicht zu ihm, in ſeine Arme hinunter? Meine Errettung war ja eine Sünde und ich kann ſie Euch nicht mehr danken.
Kraftlos ſank ſie in einen Seſſel, aber ſchon war Oluf aufgeſprungen und hielt ſie in ſeinen Armen. Ermannt Euch, liebe Freundin, ſprach er freundlich. Nein, Frerich lebt und wird bald in ſeinen Armen Euch Vergeſſenheit alles Beſtandenen ſchenken. Sehet Ihr, wie Ihr Euch täuſchtet? Wie Ihr mich täuſchen wolltet im kleinlichen Unmuthe Eurer Weiblichkeit? Mein Leben iſt abgeſchloſſen; es gehört der Freundſchaft. Verzeihet die kleine Rache dem in ſeinem Buſenfreunde mit Be⸗ leidigten. Egwia, wir wollen treu ſein uns wie ihm. O die Treue, die opfernde, iſt der reinſte, hellſte Stern


