Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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ſo bin ich entſchloſſen ohne ihn zu reiſen; ſo wollen wir zum Vater; und dort ich war dem Vater nur ein einziges Mal ungehorſam, und des Himmels Strafruthe züchtige das ungehorſame Kind furchtbar und warnend.

Sie hatte die letzten Reden ſcheu, abgeſtoßen und mit halber Stimme geſprochen; bewegt ſtand ſie jetzt auf und that einige leichte Gänge an den Fenſtern hin, als beachte ſie die Witterung.

Erſtaunt hatte Folkerts ihr zugehorcht, ſein Auge flammte einen Augenblick auf wie ein Wetterleuchten am blauen Horizonte, doch ſchnell verfinſterte ſich wiederum ſein Blick, und er wiſchte mit dem Tuche heftig über ſein Geſicht, als wollte er die auflodernde Glut, die er auf den Wangen empfand, verlöſchen.

Zum Vater? lallte er ſchmerzlich; die Reiſe iſt weit und ſchwer.

Sei es; antwortete Egwia, ſich raſch zu ihm wendend und ihr Geſicht unenthüllt ihm bietend, auf dem junge Roſen der tiefſten Empfindung glüheten und deſſen Augen eine Innigkeit des Gefühls ausſprachen, in der eine be⸗ ſeligende Hoffnung für den Mann ſchlummerte, welchem ſie galt. Sei es, von Dir begleitet habe ich keine Furcht mehr. O ich habe empfunden, was das Weib iſt ohne den wahren Mann, und was dieſer gilt, wenn die Prüfung ihn wiegt.

Egwia zürnet auf ihren Geliebten, verſetzte Oluf, ſie ſtreng fixirend, und der arme Frerich ſitzt vielleicht eben jetzt vom tiefſten Gram gefoltert, und der Gram wird ein zwiefacher, weil er an keinem Freundſchafts⸗ herzen ſich ergießen kann. Ich ſchrieb geſtern den zweiten Brief; die Kriegszeit kann den erſten gehindert haben,