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bleiben, und ich fühle mich berufen, als der Rächer Deiner Unthat aufzutreten. Sterben ſollſt Du, ſterben von meiner Hand, Kindermörder, Vaterlandsverräther, Teufel meines Lebens, Du entgehſt mir nicht mehr.—
Kapitän Blodhand hatte ohne eine Miene zu ver⸗ ziehen den feindlichen Zuſpruch ausgehalten. Mit ſelt⸗ ſam kaltem Blicke betrachtete er jetzt den Jüngling, der erſchöpft und athemlos einhielt und deſſen Glieder zu⸗ ſammen zu brechen droheten.
Junger Menſch, ſprach er dann mit ruhigem Tone, Du haſt ſchwere Worte geſprochen. Aber Du haſt mein unglückliches Kind wahrhaft geliebt, Du haſt ſie geliebt wie ich, das hat Deine Wuth mir verrathen. Glaubſt Du, Hemmo Blodhand fürchtete den Tod? Armer Prah⸗ ler, ich habe nichts mehr auf der Welt zu thun; ich habe keine Liebe mehr, und auch mein Haß iſt erloſchen in der Flut, die mein Liebſtes verſchlang. Schade, daß Du Deinen Degen nicht an der Hüfte trägſt; ich würde die nackte Bruſt Dir willig darbieten zum erlöſenden Stoße. Aber wir ſind beide Soldaten, darum laß uns die Sache beenden, wie Ehrenmänner ſo etwas abzu⸗ thun pflegen. Du haſt Schimpfworte hören laſſen, welche nur ein Piſtolenſchuß ſtumm macht. Wo ſoll ich mich ſtellen? Wo wirſt Du zu finden Kin?—
Der Lieutenant fühlte ſich erſchüttert vom Tone und dem Inhalte der Rede des Alten. Er holte tief Athem und preßte die kalte Hand mehre Mal gegen die heiße Stirn und die brennenden Angenhöhlen. Nachmittags, zwei Uhr, in der Stadt Haag, im Gaſthof zum ſilber⸗ nen Schlüſſel, auf dem Zimmer Nummer acht! ſtieß er hervor, und der Kapitän nickte ernſt, ſagte: Ich werde Dich treffen, darum Adio bis dahin! und ſchritt in


