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Glaube mir, ich werde die Viertel des Glockenthurms zählen bis dahin, ſeufzte der Fremde und drehte das langmähnige Roß zum Fiſcherdorfe, welches ſie bald erreichten. Der Schiffer flüſterte ſeinem Gönner noch einige Warnungen zu und nannte ihm die Parole der Smugler, und verſchwand dann in der erſten Hütten⸗ thür. Sinnend ſetzte der Andere ſeinen Weg fort und muthig wiehernd ſchritt das Pferd über die leichte Schnee⸗ decke hin.
Der Weg vom Dorfe Tor⸗Hayden war menſchenleer. Der früh eingetretene Winter machte die einförmige Londſchaft noch gehaltloſer und kahler, nur die hollän⸗ diſchen Windmühlen mit ihren geſpreizten durchſichtigen Geſtalten bewegten flink ihre Flügel im Winde und ſchenkten der Gegend einen Trugſchein von Lebendigkeit.
Ein einzelner Mann kam jetzt langſam auf der be⸗ ſchneieten Straße dem Reiter von Schevelingen entgegen. Ein blauer Mantel verhüllte den Fußgänger; die Pelz⸗ mütze verdeckte faſt das ganze Geſicht, doch ließ ſie eine ſchwarze Seidenbinde erkennen, welche um die Stirn gelegt worden; übrigens war der Mann von ungewöhn⸗ lich hohem Wuchſe, und ſein Gang, ſeine Haltung deutete auf keinen ſchlechten Stand.
Der Fußgänger näherte ſich dem Reiter bis auf wenige Schritte, da blieb er aber plötzlich mitten im Wege ſtehen und ſeine Augen blitzten aus ihrer Verhül⸗ lung den Fremden an.
Kronſciold! rief er dann mit lautſchallender Stimme. Iſt es kein Traum? Und welcher böſe Dämon führt Dich hieher?—
Vater Hemmo! rief der Reiter in freudigem Erſchrecken zurück, ſprang aus den Bügeln, und umfaßte, ohne ſich


