Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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um das Pferd weiter zu kümmern, ungeſtüm den ſtarr in der Straße Stehenden. Seid Ihr es denn wirklich? ſetzte er lebhaft hinzu. Bin ich nicht der Narr meiner Sinne? O welch ein glücklicher Zufall! Hier finde ich Euch und wähnte Euch fern jenſeits des Meeres. Darum drängte es mich ſo arg; darum trieben mich finſtere Geiſter immer dräuender und ungeſtümer aus Kopen⸗ hagen, darum hetzte ich meinen Kutſcher ohne Schonung bis zu dieſer Küſte. O Vater, Ihr glaubt nicht an die Heiligkeit der Liebe; Ihr wolltet trennen, was Gott verband. Sehet Ihr nicht in dieſer Verkettung die Wal⸗ tung und den deutlichen Willen der Vorſehung? O Ihr müßt ſehen, oder Eure Seele kennt kein Licht und glaubt an keine Vorſehung! Wo iſt meine Egwia? Ich will ja wie Ihr die Heimath meiden, will ſie haſſen wie Ihr, will als Euer Knecht mich an Eure Sohlen hängen, nur gebt mir meine Egwia. Da allein, wo ſie iſt, habe ich ein Vaterland, ohne ſie wurde es eine Wüſte. O auch ſie muß unglücklich ſein, wie Frerich es war. Hemmo, Euer Geſicht iſt voll milderer Züge. Euer Auge blickt nicht mehr ſo gehäſſig als damals auf Seelands Küſten. Gebt mir das Mädchen, weigert ſie mir nicht länger. Ihr könnt ja einen getreuen Sohn gewinnen, und möchtet im Gegentheil ſonſt auch eine Tochter verlieren.

Ohne ſich zu bewegen hatte Kapitän Blodhand die lange ſtürmiſche Anrede des jungen Mannes angehört, aber der Trübſinn, welcher ſichtlich in ſeinen Mienen vorwaltete, hatte immer mehr einen ſchmerzlichen Cha⸗ rakter angenommen, und ſeine rothumkreiſeten, düſtern Augen ſtarrten feucht werdend in Kronſciolds ſchwär⸗ meriſch leuchtendem Blicke.

Egwia? Ja, ſie war mein gutes Kind! verſetzte er