Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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ſein.— Ris dankte herzlich und nahm ſogleich die Ein⸗ ladung an, und das Mädchen ſchwatzte im Fortgehen ſp traulich mit ihm, als wäre ſie ſeine Schweſter, legte treuherzig ihre Hand auf ſeinen Arm, ließ ſich von ihm über eine ſchlechte Stelle am Kanal tragen und ſchlang dabei ihre runden Arme ſo feſt um ſeinen Hals, daß ihm ſeltſam warm wurde, und wußte ihm dabei zugleich durch ihr kindiſches Geſchwätz einen Dheil ſeiner Lebensverhältniſſe, vorzüglich ſeine Vorſätze für die Zukunft, abzulocken. Es läßt ſich denken, wie wohl es einem jungen unbeholfenen Menſchen thun muß, wenn er mitten im Getümmel der Welt, das ihm fremd iſt und welches fremd an ihm wegtobt, ein Geſchöpf findet, das ihn theilnehmend begrüßt, das da fragt und ant⸗ wortet, wo ſo lange mitten im Gedränge der Tauſende leere Wüſte für ihn war. So erging es auch dem Nis Ipſen mit ſeiner Unbekannten, und als er jetzt in den menſchenvollen Saal trat und die wilden, ſonnverbrann⸗ ten Geſichter ſeiner Führerin auswichen, auch ihm Jedermann mit ſtarrem Betrachten Platz machte, da fühlte er eine Verpflichtung gegen dieſe Ariadne, welche ſein Geſpräch zu ihr mit höherer Freundlichkeit würzte, als bisher ihm ſein Seelenzuſtand erlaubt hatte, irgend Jemanden auf der Reiſe durch die fremden Länder dar⸗ zulegen. Im Grunde des großen Zimmers führte die Circe ihren Ulyß zu einem gedeckten Tiſchlein, und auf einen Wink von ihr trug ein ſtämmiger rauher Mann einem grämlichen, unraſirten und ungewaſchenen SAngeſicht ein Abendbrod und einen Wein herbei, wie Nis heute noch zu finden nimmer gehofft hatte. Die Dirne plapperte nur wenige Worte mit dem mürriſchen Aufwärter, auf welche ein bedeutſames Kopfnicken von