Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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geräuſchvollen Landungsplätzen. Das große Leben des Welthandels that ſich vor ihm auf: er ſah die reichbe⸗ ladenen Schiffe auf dem majeſtätiſchen Elbſtrome herauf⸗ ſchwimmen, ſah ſie ankern und hörte das muthvolle Jauchzen der kühnen Seefahrer. Wunderſame Ideen wurden in ihm wach: er träumte ſich unter jene Glücks⸗ ritter, von denen er manche in ſtattlichen Kleidern lan⸗ den und von bettelhaften Angehörigen empfangen ſah; auch er wollte ſo einmal wiederkommen, oder— nimmer, das gelobte er ſich; aber ſeine Sehnſucht nach dem Auslaufen zur Glücksfahrt wurde nicht in Erfüllung gebracht, denn widrige Witterung hielt alle beladene Kauffahrer im Hafen zurück. Da hörte er eines Morgens, als er betrübt und tiefſinnig über den Fiſchmarkt wan⸗ derte, zwei derbe Schifferfrauen ganz laut ſeine Geſchichte beſprechen; mit grellaufgetragenen Farben beſchrieb man die Mordſcene, lobte mit derben Beinamen den Burſchen, welcher den rieſenhohen, langbärtigen Hünen aus Schwedens Gebirgen mit der Eichkeule erſchlagen haben ſollte; erzählte, wie die feindlichen Soldaten das Schloß geplündert und angezündet hätten, indeß durch die An⸗ kunft ihres Generals an der Ausführung ihrer Rache⸗ pläne gehindert worden wären, und wünſchte dem braven Dänen glückliche Reiſe über die Elbe, ehe ihn die Nachforſchung ſelbſt in der freien Reichsſtadt aus⸗ finden möchte. Mit Schreck hörte Nis Ipſen die Fiſch⸗ weibergeſchichte, worin er ſelbſt die Hauptrolle ſpielte. Er nahm die Warnung als Himmelsſtimme auf, ſchnürte ſein Bündel und pilgerte mit ihm auf dem Rücken ſchon Mittags weiter, den nächſten Weg durch das Weſtphalen⸗ land der Stadt zu, wo er am leichteſten ſeiner Wünſche Erfüllung zu finden vermeinte.