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überſpritzte und in wenigen Minuten mit ſchmerzlich verzerrtem Antlitze ſeine Seele verhauchte.
Mit wilder Angſt hatte indeß Ris die Geliebte zu ſich hergeriſſen, als wollte er ſich überzeugen, daß ſie noch lebend, noch ſein, noch ganz ihm angehörig ſei. Bleicher wie der Ermordete am Boden, hing die zit⸗ ternde Dirne an ſeinem Halſe und ſtammelte mit Ent⸗ ſetzen: Nis! Nis! was haſt Du gethan?—
Dich gerettet und Deine Ehre! Dich und mich gerächt, wie es dem Manne geziemt! antwortete Ris mit furchtbarer Kälte. Das ganze Schleswig hätte er verheeren mögen, ich konnt's nicht hindern und hätte ſtill drein geſehen: aber Dich ſchmachvoll antaſten, das durfte Keiner, ſo lange ich Athem hole, am wenigſten ſolch ein flachsbärtiger Schwedenſohn.—
Aber nun? was nun? Du biſt verloren und ich bin es mit Dir! jammerte ſie.—
Da überfiel auch ihn, wie ein Gewitter im Walde den Verlaſſenen, das volle Bewußtſein der blutigen That; alle Folgen, die ſich daran knüpfen mußten, ſtie⸗ gen plötzlich auf vor ihm, und bleich wie des Mädchens Wangen wurde auch ſein Geſicht, und von einem unge⸗ heuren Schmerze ergriffen umklammerte er die Liebliche feſter und feſter, als wollte der Tod ſie ihm jetzt ſofort entreißen zur rächenden Strafe.
Indem klopfte es draußen; des Edelherrn Stimme wurde vernehmbar, und Hima öffnete die Zimmerthür von innen. Das Entſetzen faßte auch den beſonnenen Baron, als er den Offizier in ſeinem Blute erblickte. Mit jener Kälte, welche die Ergebung in das härteſte Schickſal bei ſolchen Begegniſſen auch den Verzweifeln⸗ den aufdrängt, wandte ſich Nis an den guten Herrn:


