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eine Weile zu; dann dachte er an ſeine Hima, und wie es jetzt vielleicht erlaubt ſei ein Stündchen mit ihr zu verkoſen. So ſtreichelte er dem Thiere noch einige Male den blanken Hals und ſchlenderte dann durch den Garten, als den nächſten Weg, dem weißen hohen Hauſe zu. Wie erſchrack er aber, als aus den obern Fenſtern des langen Flügels plötzlich Hima's Angſtſtimme deutlich ertönte! Sollte den Edelherrn ein Unglück betroffen haben? Aber die offenen Fenſter über ihm gehörten ja zu der Behau⸗ ſung des einquartierten Schweden. Ein furchtbarer Ge⸗ danke ergriff die Seele des jähzornigen Jünglings. Viel zu weit war der Weg am Schloßflügel hinab zum Thore des Hauptgebäudes. Ein gebrechliches Spalier an der Wand trug grüne Weinranken, welche jedoch noch nie in der nordiſchen Sonne ſüße Frucht gebracht. Eine willkommene Leiter erſchien ihm jetzt das nutzlos grüne Gegitter. Leicht wie ein ſteigender Falk ſchwang er ſich am Ge⸗ länder empor; es brach nicht unter der rüſtigen Geſtalt; die ſtarke Hand erfaßte das Fenſter, noch ein Schwung und er ſaß auf dem Rande des offenen Fenſters.
Was er ſah, war kein Anblick für einen Bräutigam. In halber Ohnmacht ſank Hima eben auf einem Seſſel nieder, und der fremde, gewaltthätige Mann hatte ſie im Arme und drückte ſeine Lippen begierig auf ihren nach Luft lechzenden Mund und ihren entblößten Hals. Wildlodernd, in furchtbar erwachtem Grimme ſprang Nis vollends in das Zimmer hinein; ein Griff entblößte
den eigenen Pallafch des Feindes, den die Begier blind—
und taub gemacht; ein Stoß rannte die breite Klinge von der Seite mitten durch des Schweden Leib, daß er ſogleich mit einem Todesächzen neben dem Stuhle nie⸗ derſtürzte, das Mädchen mit ſeinem innerſten Blute


