Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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Tannen Dalekarliens, und ſeine Kameraden fanden in ſeinem Antlitz eine auffallende Aehnlichkeit mit den Zügen des tapfern Königs Karl; ſein rundes Auge lag unter der ſchroff aufſteigenden Stirn weit vor wie jenes des königlichen Kriegers, und wie dieſer pflegte er gar öfters das kurzgeſchnittene Blondhaar ſteif hinauf von der Stirn zu ſtreichen. Nur in einem Punkte wich des Lieutenants Neigung gar ſehr von dem tapfern Monarchen ab: denn Steinſtröm liebte die Weiber ſo ſehr wie ſeinen licht⸗ braunen Normann und hielt, ſeit er Helm und Achſel⸗ band trug, alle Schönen der Erde für ſeine gewiſſe Beute. Nothwendig mußte zu Bombel ſchon in den erſten Tagen ihn die Langeweile mächtig plagen, denn es gab da weder eine ſchöne Wirthin, noch friſche Fräu⸗ leins, und des Edelmannes Geſpräch fiel ſehr einſilbig aus, theils weil der brave Däne wenig Freude an ſeinem ſtolzen Gaſte hatte, theils weil die Erfahrung ihm Vorſicht anbefahl im Umgange mit einem jungen Sauſewinde, der zu den Bedrückern des Vaterlandes gehörte.

Die ſchleichende Zeit bewog den Junker, ſich herunter zu laſſen von dem gewohnten Olymp und wie ein grie⸗ chiſcher Gott unter den hirtlichen Arkadierinnen ſich um⸗ zuſehen, da keine ebenbürtige Göttin ihm begegnen wollte. Seine Blicke fielen auf Hima, und bei genauerer Be⸗ trachtung wunderte er ſich, wie ſo viele Jugendblüten, ſo viel Reiz ihn nicht ſchon längſt als Kenner angezogen hatten. Die unverdorbene Jungfrau bemerkte nicht, wie der Schwede alle ihre Bewegungen und Schritte beachtete, wie, wenn ſie die Tafel abräumte, ſein bren⸗ nendes Auge an ihren blühenden Wangen ſog wie Mit⸗ tagsglut an der friſchen Roſe, und wie er jede Gelegenheit