Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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Betten zu werfen, ſo werden wir mit einem Todten nicht viele Umſtände machen.

Nis hatte eine Steinhacke ergriffen und ſtellte mitten vor dem Eingange ſich feſt in ſeiner Kraftgeſtalt und mit dem glühenden, verſtörten Geſichte, ſelbſt den be⸗ wehrten Kriegern eine augenblickliche Furcht einflößend. Wagt es! rief er wie mit ſchallender Stimme der Schlacht. Wer einen Fuß über dieſe Schwelle ſetzt, der hat zum letzten Male die Blechkappe auf einem heilen Schädel getragen!

Die Soldaten brachen in wilde Schimpfreden aus und ſchlugen ihre Flinten auf den Verwegenen an. Da erhob Hima ein Zetergeſchrei und ſtürzte vor dem Ein⸗ gange in die Knie, zugleich die Mündungen der Feuer⸗ röhre in die Höhe ſchlagend. Barmherzigkeit! ſchrie ſie. Es iſt ja ſelbſt ein Kranker, der nicht weiß, was er thut, und der im Fieber tobt! Ein alter Hauptmann trat von ihrem Geſchrei herbeigezogen ſchnell heran und ſprach: was geht hier vor? Musketiere, keine Gewalt⸗ thätigkeit! Ihr kennt des Königs ſtrenge Ordre.

Man will uns nicht aufnehmen, murrte ein Schwede, und der miſtige Burſche dort drohet einem Soldaten. Wer läßt ſich ſo etwas gefallen im Feindeslande?

Mädchen, was ſoll's? fragte der Hauptmann barſch.

Herr, wir ſind Dienſtboten vom nächſten Edelhofe, antwortete das zagende Mädchen haſtig; in dieſer Hütte iſt nur ein Stübchen, und da drin liegt die eben ver⸗ ſchiedene Mutter und iſt noch nicht einmal kalt gewor⸗ den, und die da wollen die Todte aus dem Bette wer⸗ fen, und dieſer hier iſt der Sohn der Todten.

Unmenſchen! rief der Offizier vorwurfsvoll aus. Fort, ſucht euch ein anderes Quartier! Dieſes Neſt iſt